„11“ days: Freiburger Veterinäramt soll Müllheimer Kunstprojekt stoppen

 

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Sozial, intelligent und emotional: Ratten.                                                                                                                                                                                                                                                                                    Fotocredit: © jan stopka – Fotolia.com

Geschmackloses Kunstprojekt bei Veterinäramt angezeigt: Der Verein Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. forderte heute das für Müllheim zuständige Veterinäramt schriftlich auf, das umstrittene Kunstprojekt „11 days“ vorzeitig zu beenden. Laut Medienberichten plant Florian Mehnert den digitalen (ausgelösten) Abschuss einer Ratte am 25. März um 19 Uhr.

Das Tier sitzt seit Samstag in einer weißen Box mit Stroh. Auf sie ist eine Pistole gerichtet. Angeblich können in neun Tagen um Punkt 19 Uhr alle Zuschauer per Klick einen Schuss der Waffe auslösen. Die Signale aus dem Netz werden über USB-Kabel an kleine Motoren weitergegeben, die die Waffe bewegen und den Abzug betätigen. So erklärt es der Künstler in Medienberichten.

 Verstoß gegen §17 Tierschutzgesetz

Wird die Ratte tatsächlich getötet, handelt sich um einen Verstoß gegen §17 Tierschutzgesetz, demzufolge ein vernünftiger Grund für das Töten eines Wirbeltieres vorliegen muss. Der Tierrechtsverein forderte das Veterinäramt in Freiburg daher auf, das Projekt zu verbieten. Auch dem Künstler wurde schriftlich nahe gelegt, das Projekt umgehend zu löschen.

„Der Abschuss einer Ratte oder auch nur dessen Ankündigung ist keine Kunst, sondern schlicht geschmacklos. Ratten sind liebenswürdige und aufgeschlossene Tiere, die nicht nur mit ihren Artgenossen sondern auch mit Menschen enge Bindungen eingehen. Sie sind keine Kunst- oder Versuchstiere, die man für jeden noch so absurden menschlichen Zweck instrumentalisieren darf“, so Marie-Luise Strewe, Vorsitzende des Vereins.

 


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