20. Mai: Vortrag und Film in Tübingen // Tierärztin referiert über Wissenschaftlichkeit von Affenexperimenten

Go vegan!

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche plädiert für eine tierversuchsfreie Forschung.                                                                                                                                                                                                                     Fotocredit: (c) Ärzte gegen Tierversuche

Im Rahmen der Vortragsreihe „Wer profitiert von meinem Leid?“ referiert am 20. Mai die Tierärztin Dr. Hiltrud Straßer über die Wissenschaftlichkeit von Tierversuchen und die Frage nach dem vernünftigen Grund. Im Fokus sind hierbei die strittigen Tübinger Hirnversuche an Affen, die unter dem Deckmantel medizinischer Forschung stattfinden. 

Es wird auch ein Film gezeigt, der für Laien verständlich die Gefahren des tierexperimentellen Systems für den Menschen und die Vorzüge der tierversuchs-freien Forschung aufzeigt.

Hintergrundinformationen und Argumente gegen Tierversuche

In der Vortragsreihe, zu der die bundesweite Organisation Ärzte gegen Tierversuche und der Tübinger Verein Act for Animals einladen, gehen namhafte Experten auf verschiedene Aspekte der Affenhirnforschung ein. Am kommenden Mittwoch gibt die Tierärztin für Kleintiere und Pferde, Dr. Hiltrud Straßer, Hintergrundinformationen und veranschaulicht Fakten und Argumente gegen Tierversuche. Ihrer Ansicht nach sind Versuche mit Primaten für die medizinische Forschung ungeeignet, da unter anderem die Käfighaltung und Isolierung der Tiere von der Gruppe Abweichungen von der natürlichen Umwelt darstellen. Solche Affen seien wie Folteropfer zu betrachten, die vielfältige Abweichungen von den normalen Reaktionen und Körperfunktionen zeigen, weshalb solche Versuche nicht wissenschaftlich sind.

Der im Anschluss gezeigte Dokumentarfilm „Woran soll man denn sonst testen?“ zeigt beispielhaft moderne Forschungsmethoden ohne Tierversuche. So lassen sich mit In-vitro-Systemen Auswirkungen von Substanzen auf den menschlichen Organismus testen und selbst komplexe Organsysteme können lebensecht nachgeahmt werden.

Vereine fordern Ende der Affenhirnforschung

Mit der Vortragsreihe stellen die Vereine die Affenhirnversuche an den Pranger, die an mehreren Tübinger Instituten trotz fehlenden medizinischen Nutzens und aktuell aufgedeckter Verstöße gegen das Tierschutzgesetz noch immer stattfinden. In anderen Bundesländern hatten die zuständigen Behörden vergleichbare Versuche aus ethischen Gründen und wegen fehlender klinischer Relevanz abgelehnt. Mit ihrer Veranstaltung wollen die Vereine der Forderung nach einem sofortigen Ende der Affenhirnforschung Nachdruck verleihen.

Alle Interessierten sind eingeladen, der Eintritt ist frei.

Vortrag:

Mi, 20.5.2015, 19:00 Uhr, Eintritt frei
Vortrag Dr. med. vet. Hiltrud Straßer, Tierärztin für Kleintiere und Pferde, Tübingen: „Wissenschaftlichkeit von Tierversuchen und die Frage nach dem vernünftigen Grund“
und Film: „Woran soll man denn sonst testen? – Moderne Forschungsmethoden ohne Tierversuche“ Kupferbau, HS 24, Hölderlinstr. 5, 72074 Tübingen

 

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche


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