Agrarminister einigen sich auf Ende der Kleingruppenhaltung von Legehennen.

Be vegan!

Programmiert: zehn weitere Jahre Leiden.                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Fotocredit: (c) VIER PFOTEN International

Fulda / Hamburg – Bund und Länder haben sich bei der am Freitag zu Ende gegangenen Agrarministerkonferenz in Fulda auf eine Ausstiegsfrist aus der Kleingruppen-Käfighaltung von Legehennen geeinigt. Während die Länder den Ausstieg bis 2023 forderten, setzte die Bundes-regierung auf einen deutlich längeren Zeitraum bis 2035. Am Ende konnte ein Kompromiss bis 2025 ausgehandelt werden, in Ausnahmefällen bis zu drei Jahre länger.

Die Stiftung VIER PFOTEN begrüßt zum einen, dass endlich ein Enddatum der Käfighaltung gefunden wurde, kritisiert aber zugleich, dass das Elend der Legehennen nun weitere 10 Jahre weitergehen wird. Ein früherer Ausstieg wäre problemlos möglich gewesen, wenn die Bundesregierung ihre Blockadehaltung früher aufgegeben hätte.

Jahrelang wurde zwischen Bund und Ländern um ein Ausstiegsdatum gerungen, während Millionen Legehennen in winzigen Kleingruppenkäfigen leiden. Derzeit leben ca. 5 Mio. Hennen in dieser Haltung. Es ist davon auszugehen, dass nun im Laufe der Jahre immer mehr Betriebe mit der Kleingruppenhaltung schließen werden.

Dr. Martina Stephany (33), Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:

Ein komplettes Verbot der Käfighaltung von Legehennen ist in Deutschland schon längst überfällig gewesen. Schon vor fünf Jahren ist die Kleingruppenhaltung für verfassungswidrig erklärt worden. Doch der Bund hat die Vorschläge der Länder für ein Ausstiegsdatum immer wieder blockiert. Im Vergleich zu den früheren Legebatterien, die bereits seit 2010 in Deutschland verboten sind, haben die Hennen in der Kleingruppenhaltung nur einen Bierdeckel mehr Platz.“

In der Kleingruppenhaltung führen extremer Platzmangel, Gitterboden und kein Tageslicht dazu, dass die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können – auch gesundheitliche Probleme sind die Folge. Es war Zeit dieser Haltungsform endlich eine, wenn auch zu lange Auslauffrist zu setzen. Diese Art der Käfighaltung ist nun offiziell ein Auslaufmodell in Deutschland. Nun sollten andere europäische Länder folgen.

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN


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