Aktion “Tierrechte in die Lehrpläne”

Tierschutz- und Tierrechte gehören in die Lehrpläne für die LehrerInnen-Ausbildung. Fotocredit: (c) v-p

Petition vom Bundesverband Menschen für Tierrechte: „Tierrechte in die Lehrpläne“.                                                                                    Fotocredit: (c) v-p

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte startet heute seine Aktion “Tierrechte in die Lehrpläne”. Die Petition fordert u.a. die Kultusminister auf, Tierschutz- und Tierrechte zum festen Bestandteil von Lehrplänen, Prüfungen, Unterrichtsmaterialien und der Lehrer-Ausbildung zu machen.

Deutschland hat 2002 als erstes Land in der EU den Tierschutz ins Grundgesetz (Artikel 20a GG) aufgenommen und zum Staatsziel erhoben. Nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte gehört der rechtlich verankerte Schutz der Tiere seitdem zu den Grundwerten unserer Gesellschaft und sei damit ein gesamtgesellschaftlicher Bildungsauftrag. Doch dies habe sich bisher weder in Lehrplänen, Lehrmaterialien noch im praktischen Unterricht niedergeschlagen. In Schulgesetzen und Lehrplänen würden die Tiere – wenn überhaupt – dem Begriff “Natur” oder “Artenschutz” untergeordnet.

Tierschutz im Unterricht leistet gesellschaftlichen Beitrag

“Bisher entscheidet nur der persönliche Einsatz des Fachlehrers darüber, ob Tierschutz-Themen im Unterricht behandelt werden. Auf der anderen Seite nehmen finanzstarke Lobbygruppen wie die Fleischindustrie, Jäger, Tierversuchsbefürworter und Zoos über Veranstaltungen, Lehrerfortbildungen oder Unterrichtsmaterialien massiv Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Um diesem skandalösen Missverhältnis entgegenzuwirken, starten wir heute unsere Online-Aktion für Tierrechte in die Lehrpläne”, so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

Nur so könne zukünftigen Generationen elementares Wissen über einen ethischen Umgang mit unseren Mitlebewesen vermittelt werden. Zudem leiste die Tierschutzerziehung einen wesentlichen Beitrag zur emotionalen und sozialen Entwicklung von Heranwachsenden. Sie fördere Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Lebewesen und leiste einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention.

“Der Tierschutz muss endlich entsprechend seiner gesellschaftlichen Relevanz in der Erziehung unserer Kinder berücksichtigt werden. Nur so kann es gelingen, kritische und verantwortungsvolle Menschen zu erziehen, die unseren Mitlebewesen mit Respekt und Empathie begegnen”, so Christina Ledermann.

Hier geht’s zur Online-Aktion “Tierrechte in die Lehrpläne”:
www.tierrechte.de

Umfassende Informationen zum Thema “Bildung und Tierrechte” finden Sie in unserem Themenschwerpunkt unter: www.tierrechte.de

Auch das heute erscheinende Magazin tierrechte beschäftigt sich mit diesem Thema. Hier können Sie ein kostenloses Exemplar bestellen: www.tierrechte.de

 

Quelle: Menschen für Tierrechte


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