Albert Schweitzer Stiftung warnt vor Rückschritt im Tierschutz

Go vegan!

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt engagiert sich seit dem Jahr 2000 für den Tierschutz.                                                                                                                                               Logo: (c) Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt warnt vor einem kritischen Rückschritt im Tierschutz: Der Entwurf eines wichtigen EU-Papiers sieht vor, Vollspaltenböden in der Schweinehaltung EU-weit als beste verfügbare Technik anzuerkennen.

»Auf Vollspaltenböden stehen die Tiere ihr Leben lang über den eigenen Fäkalien«, erklärt Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. »Diese Haltungsbedingungen sind in hohem Maße tierquälerisch und gehören verboten statt offiziell anerkannt.«

Ein Leben auf Betonstegen, die sich mit schmalen Spalten als Durchlass für Kot und Harn abwechseln: Das ist für etwa 19 Millionen Schweine in Deutschland Realität. Die Europäische Kommission will diese Vollspaltenböden jetzt in einem BREF-Dokument (Best Available Techniques Reference) als die beste verfügbare Methode in der intensiven Schweinehaltung anerkennen. An den Verhandlungen über das Dokument, dessen Entwurf der Albert Schweitzer Stiftung vorliegt, sind Landwirtschafts- und Umweltministerium beteiligt.

Vollspaltenböden sind Tierquälerei

Für Mahi Klosterhalfen, den geschäftsführenden Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, sind die Vollspaltenböden Tierquälerei: »Die Tiere müssen ihr ganzes Leben lang ätzende Gülle-Dämpfe einatmen – auch wenn sie fressen oder ruhen. Die Spalten können außerdem zu Verletzungen führen.« Die Vollspaltenböden können praktisch nicht mit Stroh ausgelegt werden, sodass die Schweine ausschließlich auf den harten Betonstegen leben müssen.

In Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Finnland sowie in der Schweiz sind die Vollspaltenböden aus Tierschutzgründen bereits verboten worden. Die Albert Schweitzer Stiftung fordert u.a. ein EU-weites Verbot sowie die Ausgestaltung von Schweineställen mit Einstreu. Mit einer Petition wendet sich die Stiftung direkt an Landwirtschaftsminister Schmidt und Umweltministerin Hendricks und appelliert an beide, sich gegen die Aufnahme von Vollspaltenböden in das BREF-Dokument einzusetzen. Die Petition wurde bereits von 17.300 Menschen unterzeichnet.

 

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.