Aufhebung des Fütterungsverbots für Stuttgarter Tauben

MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. bitten OB Kuhn um weitere Taubenschläge mit artgerechter Fütterung und Eiaustausch 

Be vegan!

Die Tauben-Politik ist seit langem umstritten.                                                                                                                                                              Fotocredit: (c) v-p

Stuttgart – Das Fütterungsverbot für Tauben soll noch vor Eintritt des Winters aufgehoben werden – darum bat der Landesverband MENSCHEN FÜR TIERRECHTE Oberbürgermeister Fritz Kuhn vor zwei Wochen in einem Brief. Aus Sicht des Vereins ist ein Fütterungsverbot keine Lösung zur Bestandsregelung, sondern führt nur dazu, dass viele Jungtiere qualvoll verhungern.

Eine tier- und menschenfreundliche Lösung sieht der Verein hingegen darin, weitere Taubenschläge und Türme in Parks und auf Gebäuden einzurichten. Durch eine artgerechte  Fütterung können die Taubenschwärme kontrolliert und an die Schläge gebunden werden. Hier kann durch den Austausch der Eier durch Attrappen eine tierfreundliche Geburtenkontrolle erfolgen. Das entspricht den Bedürfnissen der Tiere und entlastet zudem Hauseigentümer, da der Taubenkot in den Schlägen gesammelt wird.

Auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen ist ein Zusammenhang zwischen Brutaktivität und Futterangebot bei Stadttauben bislang nicht nachgewiesen. Im Gegensatz zu Wildtieren brüten Stadttauben, als Nachfahren verwilderter Haustauben, unabhängig vom Futterangebot.

„Fütterungsverbote sind keine Lösung, sondern führen lediglich zu Krankheit, Elend und Hungertod der Vögel. Durch mehr Taubenschläge würden dagegen viel weniger Tauben in der Innenstadt nach Abfällen suchen, die Bestände blieben gesund und könnten nachhaltig eingedämmt werden“, so Marie-Luise Strewe, Vorsitzende des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

Zurzeit gibt es in Stuttgart acht Taubenschläge. Nötig wären dagegen 15 bis 20 Taubenschläge. Der Verein bat daher in seinem Brief den Oberbürgermeister, weitere Fördergelder für das Stuttgarter Taubenprojekt zur Verfügung zu stellen. Dort wo Taubenschläge (noch) nicht gebaut werden können, aber viele Tauben leben, sollten vorerst kontrollierte Futterplätze eingerichtet werden.

 

 

Quelle: MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

 

 


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