Australien: „Edgar’s Mission“ ist ein Farm Sanctuary

Go vegan!

Polly, Pam und Rube
Fotocredit: (c) Edgar’s Mission

Die Geschichte geht so. Schau-spieler James Cromwell, als Arthur Hoggett Hauptdarsteller in dem Film „Ein Schweinchen namens Babe“, besucht 2003 Australien. Dort lebt die Tierschützerin Pam Ahern. Sie möchte diese Gelegen-heit nutzen und Cromwell zusam-men mit einem Schwein fotogra-fieren. Das Schwein soll damit Botschafter in eigener Sache werden. Cromwell sagt zu.

Edgar wird schnell beliebt

Die Aktivistin hat einen Plan. Der berühmte Schauspieler macht mit – wo aber ist das Schwein? Nach kurzer Überlegung wird ein Schwein aus einer Aufzuchtstation geholt. Ein helles Schwein, ein Schwein einer Rasse, das einmal richtig groß wird. Es wird Edgar Alan Pig getauft. Alles klappt wie verabredet. „Edgar“, wie das Schwein von nun ab gerufen wird, findet nach der Foto-Session seinen Platz in Pams Leben. Sie geht viel mit ihm spazieren und wundert sich, wie schnell Edgar bei den Menschen in der Umgebung beliebt wird. Um es kurz zu machen. Pam hat eine Idee und gründet ein Farm Sanctuary. Das nennt sie nach dem ersten Bewohner, eben dem Schwein Edgar: „Edgar’s Mission. Das war alles im Jahr 2003.

Haustiere haben mehr Rechte

Dorothy Fotocredit: (c) Edgar's Mission

Dorothy
Fotocredit: (c) Edgar’s Mission

„Edgar’s Mission“ ist heute eine Non-For-Profit Organisation. Das etwa 25 Hektar große Gelände liegt eine gute Autostunde nördlich von Melbourne. Das Santuary beherbergt derzeit um die 300 Tiere – die natürlich alle Namen tragen. Pam Ahern sagt, dass Tiere in der Nutztierhaltung noch viel weniger Rechte hätten, als Haustiere. Was hier schon als Tierquälerei gelten würde, sei dort gang und gäbe. Sie würde sich mit ihren Mitarbeitern und Unterstützern für bessere Rechte dieser Tiere stark machen. Die Bewohner des Santuarys seien dafür die besten Botschafter.

Wichtigstes Instrument: Aufklärung

Pam mit Botschafterinen Fotocredit: (c) Edgar's Mission

Pam (m.) mit Botschafterinen
Fotocredit: (c) Edgar’s Mission

„Edgar’s Mission“ finanziert sich über Tier-Patenschaften und -Adoptionen, Farmtouren für Besucher und Spenden. Teams können auch von Schulen und anderen Erziehungsein-richtungen oder Gruppen für Seminare gebucht werden. Pam findet, dass das wichtigste Instrument, zur Verbesserung der Situation der Nutztiere die Aufklärung sei. Dazu würden die zahlreiche Kampagnen dienen und ihre Mitarbeiter würden regelmäßig auf Märkte, Ausstellungen und Messen gehen um dort die Menschen direkt zu erreichen.

Cromwell lebt vegan

Vielen würde da erst bewusst werden, wie einfach es im Grunde sei, etwas zu verändern. Jeder könne nämlich leicht sein Ess- und Einkaufsverhalten ändern. Das bewirke schon sehr viel und vor allem nimmt das vielen Menschen schnell das Gefühl von Ohnmacht gegenüber dem gnadenlos expansiven und ausbeuterischen System des Kapitalismus und der verbreiteten Haltung, dass man dagegen ja sowieso nichts machen könne. So macht es auch der Schauspieler James Cromwell. Er lebt aus ethischen Gründen vegan und engagiert sich schon sehr lange für die Belange der Tiere.

„Edgar“, der Namensgeber des Sanctuarys hat dortselbst noch viele schöne Jahre verlebt und ist leider irgendwann nach seinem siebten Geburtstag viel zu früh gestorben.

Wer mehr über Edgar’s Mission erfahren möchte, geht bitte auf die Webseite des Santuarys.

 

Alle Fotos – Fotocredit: (c) Edgar’s Mission

 


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