Bauern erhalten 340 Millionen Euro Ausgleichszahlungen

 

Statement von PETA: Tierquälerisches System der Landwirtschaft verursacht Klimawandel und somit Ernteausfälle

Be vegan!

René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei der Tierrechtsorganisation PETA.                                                                                                                                                                                                                                                                        Fotocredit: (c) PETA

Stuttgart – Trotz nicht unerheblicher Schuld an der Misere klagen Bauern über die Folgen des Klimawandels: Wegen Ertragseinbußen durch die Dürre in diesem Sommer hat der Bauernverband von der Bundesregierung ein milliardenschweres Hilfspro-gramm für Landwirte gefordert. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) verkündete heute nach der Kabinettssitzung Ausgleichszahlungen in Höhe von insgesamt 340 Millionen Euro, die Bund und Länder an die Bauern zahlen. Die Situation kommentiert René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei PETA:

„Die Ausgleichszahlungen für die hitzebedingten Ernteausfälle in diesem Jahr fallen allen Steuerzahlern zur Last. Landwirte und das Landwirtschaftsministerium ignorieren jedoch, dass Bauern nicht nur Leidtragende, sondern auch mitverantwortlich für den Klimawandel sind. Durch den hohen Treibhausgasausstoß aus der Tierhaltung ist diese Branche eine der Hauptursachen für den Klimawandel – noch vor dem Verkehr.

Der Profit muss stimmen

Die Ernteausfälle sind ein Ergebnis der überbordenden Tierhaltung. Noch dazu Notschlachtungen zu beklagen, wie es die Landwirte in jüngster Zeit immer wieder getan haben, ist blanker Hohn für die Tiere, die in dem tierquälerischen System ohnehin dem Tod geweiht sind. Tierhaltende Landwirte haben in erster Linie Angst um ihren Gewinn. Jährlich werden allein in Deutschland 800 Millionen unschuldige Landlebewesen in enge Ställe eingepfercht, enthornt, ihre Schwänze abgeschnitten und die männlichen Tiere ohne Betäubung kastriert. Im Schlachthof wird ihnen die Kehle – teils nur mit unzureichender Betäubung – durchgeschnitten, sodass sie langsam und qualvoll ausbluten. Ob dies aus Mangel an Futtermitteln oder aus Gier geschieht, macht für die Tiere keinen Unterschied – sie wollen leben.

Fleischsteuer könnte helfen

Da Landwirte regelmäßig Unterstützung fordern, sollten sie auch eine Fleischsteuer befürworten. Konsumenten würden so dazu angehalten, mehr pflanzliche Produkte zu kaufen, die Nachfrage nach Produkten aus der Tierqual würde sinken und somit auch die Klimawirkung aus der Landwirtschaft. Die Fleischsteuer ist eine praktikable Möglichkeit, aus dem Teufelskreis auszubrechen. So würden ausschließlich fleischessende Konsumenten die Steuer zahlen und somit die Verantwortung tragen. Zudem könnten die steuerlichen Mehreinnahmen Ernteausfälle ausgleichen.“

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

 

 

 

 

 

 

Quelle: PETA