Berliner Fashion Week 17. bis 20. Januar // Tierleidfrei und schick: Vegane Mode liegt im Trend

 

Immer mehr Modelabel setzen auf vegane Materialien. Auf den Laufstegen der Berliner Fashion Week präsentieren Designer ihre neuesten Kreationen, die ganz ohne Tierleid auskommen. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) erklärt den veganen Trend und stellt innovative pflanzliche Materialien vor.

Be vegan! Porträt Sebastian Joy

Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU.                                                                                                                                                                                   Fotocredit: (c) Robert Kresse / VEBU

Berlin: Ob Jacken aus Kork, Pyjamas aus Bambusfasern oder Brillen aus Holz – Immer mehr Modelabel steigen für ihre Kreationen auf pflanzliche Materialien um oder erweitern ihr Sortiment um Kleidungsstücke aus tierleidfreien Stoffen. Das beweist auch die diesjährige Berliner Fashion Week. Im Green Showroom und bei der Ethical Fashion Show präsentieren internationale Designer ihre aktuellen Kollektionen aus dem Bereich Eco-Fashion.

“Die vegane Lebensweise ist längst in der Modebranche angekommen. Immer mehr Modeschaffende erkennen, dass Themen wie Tierwohl, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit auch in der Modeindustrie eine wichtige Rolle spielen. Sie reagieren auf die wachsende Nachfrage der Verbraucher, die sich tierleidfreie Alternativen wünschen”, erklärt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführer. “Das große Interesse an veganer Mode liegt auch an den vielen innovativen Materialien, die neben den geläufigen Stoffen wie Leinen, Baumwolle oder synthetischen Fasern, entwickelt werden. Sie sind absolute Hingucker und sprechen deshalb nicht nur vegan lebende Menschen sondern alle Modeinteressierte an”, sagt Joy.

Warum vegane Kleidung?

Auch für Verbraucher, die sich mit Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, ist vegane Kleidung eine sinnvolle Alternative. “Pflanzliche Kleidungsstücke sind nicht nur frei von tierischen Bestandteilen und tragen zum Tierwohl bei, sie stammen meist auch aus nachwachsenden Rohstoffen und schonen Ressourcen”, so Joy weiter. Beispielsweise ist Leder kein Nebenprodukt der Fleischproduktion. 40 Prozent der Schlachtungen weltweit dienen ausschließlich der Lederindustrie. Die Lederverarbeitung benötigt krebserregende Gerbstoffe, die die Umwelt belasten und die Gesundheit gefährden. Die pflanzliche Gerbung verbraucht Unmengen an Wasser.

Tipps für den Einkauf

Beim Einkauf bietet ein Blick auf das Etikett Auskunft darüber, welche Materialien in einem Kleidungsstück stecken. Hilfsstoffe wie Kleber und Kleinteile wie Aufnäher und Knöpfe sind dort jedoch nicht aufgeführt. Produkte mit dem Hinweis ‘enthält nichttextile Bestandteile tierischen Ursprungs’ weisen auf nicht-vegane Kleidung hin. Beim Kleiderkauf lohnt es sich daher, auf vegane Modelabel zu achten. Wer auch nach der Fashion Week tierleidfreie Mode und Accessoires sucht, wird in vielen Online-Shops fündig. Unter den VEBU-Card-Partnern auf der VEBU-Homepage finden Interessierte eine Liste veganer Modelabel.

Von der Fashion Week zur VeggieWorld

Vegane nachhaltige Mode und Accessoires werden auch auf der VeggieWorld, der bundesweit größten und ältesten Publikumsmesse rund um den pflanzlichen Lebensstil, vorgestellt. Die VeggieWorld findet an sechs Standorten in Deutschland und in sechs weiteren europäischen Städten statt. Die Aussteller präsentieren ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot mit veganen Neuheiten, Gratishäppchen, tierversuchsfreier Kosmetik und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Die nächsten Messen sind die VeggieWorld Rhein-Main vom 3. bis 5. März und die VeggieWorld Hamburg vom 18. bis 19. März 2017.

 

Weitere Informationen zum Green Showroom sowie zur Ethical Fashion Show finden Sie hier:
www.greenshowroom.com
www.ethicalfashionshowberlin.com

Anbieter veganer Mode finden Interessierte auf der VEBU-Homepage unter:
https://vebu.de/vebu-card-partner/vegane-mode/

Weitere Informationen zur VeggieWorld finden Sie hier:
https://veggieworld.de

 

Innovative vegane Materialien (Auswahl):

Ananasleder: wird aus den Blättern der Ananas hergestellt, einem Abfallprodukt der Ananasernte, es wird zu Taschen, Schuhen und Accessoires verarbeitet

Bambus-Viskose: Bambus ist eine besonders schnell wachsende Pflanze, Bambusstoffe sind angenehm weich auf der Haut und eignen sich für T-Shirts, Tops und bequeme Hosen

Bananenfasern: werden aus der Bananenstaude hergestellt und zu Schals, Blusen, Kleidern und anderen Kleidungsstücken verarbeitet

Bemberg: entsteht durch eine besondere Verarbeitung der Baumwollpflanzenkerne, es ist sehr glatt und weich und eignet sich für eine vielfältige Verarbeitung

Hanf: Hanfkleidung ist schmutzabweisend, robust und saugfähig, Hanfstoffe sind für Allergiker gut geeignet und wirken temperatur- und feuchtigkeitsregulierend

Kork: ist pflegeleicht, atmungsaktiv und spritzwasserdicht, besitzt ein ausgefallenes charakteristisches Äußeres, Jacken, Gürtel, Portemonnaies, Taschen und Schuhe werden aus Kork gefertigt  

Soja-Seide: besteht aus Sojabohnen-Proteinen, der Stoff ist glänzend, weich und atmungsaktiv, er eignet sich für viele Kleidungsstücke

Lyocell/Tencel: ist eine Faser auf Zellulose-Basis, sie ist saugfähig, weich und kühlend und kommt in Blusen, Jeans, Sportbekleidung, aber auch Bettwäsche und Heimtextilien vor

 

 

 

 

 

Quelle: VEBU

 

 


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