Buchtipp Spionageroman: „Hundert Leben auf Papier“ von Sandra McKee

 

„Wenn du die Wahl hast zwischen hundert Leben, aber keines davon dein eigenes ist, wann vergisst du, wer du wirklich bist?“

Go vegan!

SandraMcKee schickt den Agenten Henry Stone nach Venedig.                                                                         CoverCredit: (c) Susan Plokarz

Die Autorin Sandra McKee hat ihr zweites Buch veröffentlicht. „Hundert Leben auf Papier“ ist ein Spionageroman. Henry Stone ist darin ein Agent. Er bekommt einen Auftrag in Venedig. Der ist eigentlich eine Nummer zu klein für ihn. Ein Zwischenfall wirft aber alle Pläne über den Haufen. Die Bühne wird größer.
Sandra McKee entwickelt daraus eine hochspannende Geschichte aus verschiedenen Erzählperspektiven. Sie zeigt das wahre Agentenleben – im Gegensatz zum hochstilisierten James Bond. Das gelingt ihr ganz hervorragend.

Zu Beginn gibt es viele Ereignisse, die man in ihrer Bedeutung für die Geschichte noch nicht einordnen kann. Doch man lernt schnell, wo es Zusammenhänge gibt. Henry Stone hilft einem dabei. Bald taucht man tiefer in die Zwänge und Nöte eines profilierten Agenten ein. Zumal Geheimdienste auch immer in Konkurrenz zueinander stehen. Peu á peu zeigen sich persönliche Abgründe wichtiger Akteure.

Spannend bis zum Ende

Henry Stone reist alleine nach Venedig. Dort kommen ihm jedoch ein paar Menschen in die Quere. Einige von diesen werden Stone im weiteren Verlauf mit wunderbaren Dialoge begleiten. Das gestaltet die Handlung sehr lebendig und man kommt den Menschen sehr nahe. Darunter sind auch äußerst zwielichtige Gestalten, denen man im richtigen Leben partout nicht begegnen möchte.
Die Spannung nimmt zu, je mehr sich die Beziehungen und die einzelnen Ereignisse zu einem Puzzle zusammenfügen. Der Spannungsbogen ist über die gesamten 200 Seiten hinweg variantenreich gespannt. Bis zum Ende.

Protagonist lebt vegan

Wie das so ist: man fragt sich ja immer, was nun als nächstes passiert. Wie entscheiden sich die einzelnen Personen in bestimmten Situationen? Wer stirbt als nächstes? Wer überlebt? Wer steckt hinter diesem Komplott, wer hinter jenem? Man spekuliert. Manchmal liegt man richtig – manchmal nicht. Letzteres kommt sicher auch schon deswegen vor, weil Personen, gerade in Agentenkreisen, oft unberechenbar sind. Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Protagonist, wie in diesem Spionageroman, vegan lebt.

Sandra McKee ist mit „Hundert Leben auf Papier“ ein toller, vielschichtiger Spionageroman gelungen.

 (von Guido Barth)

Webseite Sandra McKee

„Hundert Leben auf Papier“ von Sandra McKee ist im Dezember 2014 im „telescope“ Verlag erschienen. Das broschürte Buch hat 200 Seiten und kostet 11,99 Euro (8,99 Euro als Kindle Edition).

Go vegan!

                              CoverCredit: (c) Susan Plokarz

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