„Deutsche Frühstücksei“ im Fokus des Fipronil-Eierskandals – PETA fordert Beweislastumkehr

 

Be vegan!

Eier: gesundheitsgefährdendes Lebensmittel aus tierquälerischer Haltung.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Foto: v-p

Stuttgart – Schwere Vorwürfe gegenüber Europas größtem Eierproduzenten: Nach PETA vorliegenden internen Firmeninformationen bezieht die Deutsche Frühstücksei GmbH in erheblichen Größenordnungen ständig Eier aus den Niederlanden, und zwar Bio-, Freiland- und Bodenhaltungseier. Sie werden in Deutschland (um-)verpackt und gehen dann teilweise als DE-Eier in den Handel. Auch mit Fipronil belastete Eier waren darunter, die aus dem Verkehr gezogen werden mussten.

Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei der Tierrechtsorganisation PETA, fordert deshalb nun eine Beweislastumkehr dahingehend, dass die Agrarindustrie zukünftig beweisen muss, rechtskonform zu handeln:

„Es ist seit Jahren bekannt und bewiesen, dass der industrielle Agrarkomplex systematisch und mit hoher krimineller Energie gegen so gut wie alle Gesetzlichkeiten und Bestimmungen verstößt. Immer wieder sind es NGOs wie PETA, die solche schweren, systemimmanenten Verstöße aufdecken und sich dann mit dieser organisierten Kriminalität herumschlagen müssen. Das angebliche Kontrollsystem der Eierbranche, KAT, ist völlig wertlos, denn hier kontrolliert die Agrarlobby sich selbst. Deutschland ist in dieser Industrie längst unter die Räuber gefallen.“

Agrarindustrie: Champion der Vertuschung

Nach der Aufdeckung von tierschutzrechtlichen Missständen bei der Deutsche Frühstücksei GmbH durch ARD und PETA Anfang dieser Woche, versucht der Konzern das Material per Gericht löschen zu lassen. „Das ist typisch für die Industrie: Anstatt rechtskonform zu arbeiten, will Deutsche Frühstücksei sein skrupelloses Geschäftsgebaren vertuschen“, so Haferbeck weiter.

Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) wurde von der Agrarwirtschaft mit gegründet. Per Stempel soll die Herkunft von Eiern rückverfolgbar gemacht werden. PETA kritisiert, dass die Gremien, die Geschäftsführung und der Vorstand des Vereins vollständig in den Händen der Agrarlobby sind: Geschäftsführer von KAT ist Dietmar Tepe, der gleichzeitig die Geschäfte von „Deutsche Frühstücksei“ besorgt. Friedrich-Otto Ripke, ehemaliger CDU-Staatssekretär und als Hardliner für die Agrarlobby bekannt, ist dort der Vorstandsvorsitzende.

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.