Erfolgsmeldung: Kikkoman beendet langjährige Tierversuche für Sojasauce

Be vegan!

Ratte im Tierversuch. Der Sojasaucen-Hersteller Kikkoman wird darauf ab sofort verzichten.                                                                                                                                                   Fotocredit: (c) PETA USA

Stuttgart – Der populäre Sojasaucen-Hersteller Kikkoman stellt nach eigenen Angaben ab sofort die Tierversuche für seine Produktlinie ein. Zudem veröffentlichte das Unternehmen eine neue Firmenpolice auf seiner Website, in der das Tierversuchsverbot erläutert wird – darin enthalten ist auch der Plan, neue tierfreie Testmethoden zu entwickeln.

Die Entscheidung erfolgte, nachdem PETA USA Kikkomans tödliche Versuche an Kaninchen, Mäusen und Ratten aufdeckte. Die Tierrechtsorganisation startete vor knapp vier Wochen eine Kampagne – es folgten mehr als 100.000 Protestmails, unzählige Social-Media-Posts, kritische Medienberichte und Anrufe an das US-amerikanische sowie das japanische Büro des Unternehmens, um auf diese Experimente aufmerksam zu machen. PETA fordert andere Firmen dazu auf, dem Beispiel von Kikkoman zu folgen und keine Tierversuche für die Produktentwicklung durchzuführen oder in Auftrag zu geben.

„Wir begrüßen Kikkomans Entscheidung, sich tierversuchsfreien Testmethoden zuzuwenden und danken dem Unternehmen dafür, dass es auf die Kritik vieler Tierfreunde reagierte und die grausamen Tierversuche einstellt“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V. „Damit geht Kikkoman als gutes Beispiel für andere Hersteller voran.“

Tierversuchsfreie Methoden besser geeignet

Tierversuche für die Produktentwicklung sind irreführend, denn die Ergebnisse lassen sich nicht auf den Menschen übertragen und können daher keine Verbesserung für ein Produkt bewirken. Statt Tierversuchen gibt es zahlreiche tierfreie, für die Produktentwicklung besser geeigneteren Testmethoden. Verfahren an menschlichem Gewebe oder menschlichen Freiwilligen können im Gegensatz zu Tierversuchen wirklich nachweisen, wie sich Nahrungsmittel auf die Gesundheit des Menschen auswirken.

Laut eigenen Angaben führte Kikkoman mehr als 15 Jahre Versuche durch, in denen Tiere aufgeschnitten, mit Soja und anderen Nahrungsmitteln zwangsgefüttert, verstrahlt und enthauptet wurden. So sollten Aussagen über die gesundheitlichen Auswirkungen der Produkte – auch auf das menschliche Sexualverhalten – untermauert werden. Doch Behörden wie beispielsweise die U.S. Food and Drug Administration machten bereits deutlich, dass Tierversuche von Nahrungsmitteln verursachte, gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen nicht aufzeigen können. Entgegen irreführender Behauptungen des Unternehmens Kunden und Medien gegenüber wurden diese Versuche nicht zur Produktsicherheit durchgeführt – die Experimente sind gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Immer mehr Unternehmen kooperieren mit PETA

Unternehmen wie Kikkoman agieren in einem sich ständig wandelnden globalen Umfeld diverser Regulierungen. Deshalb ist in ihren Firmenpolicen oftmals berücksichtigt, dass Tierversuche in Zukunft von einer Behörde gefordert werden könnten. Jedoch hat kein Unternehmen, das eine solche Formulierung in ihrer Police hat und mit dem PETA USA zur Beendung seiner Tierversuche zusammengearbeitet hat, je Tierversuche durchgeführt. PETA wird die Situation bei Kikkoman weiter intensiv überwachen.

Das Unternehmen schließt sich mit seiner Entscheidung der wachsenden Zahl der Unternehmen an, die in Zusammenarbeit mit PETA USA Tierversuche eingestellt haben –  darunter beispielsweise Ito En, Barilla, The Coca-Cola Company, Pepsi, Welch’s, POM Wonderful, Lipton und Ocean Spray.

 

 

 

Quelle: PETA Deutschland


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.