Ernsthafte Tierschutzpolitik nur mit pflanzlicher Ernährung möglich

Be vegan!

Die pflanzliche Lebensweise – ist man beim VEBU überzeugt – ist Voraussetzung für einen konsequenten Tierschutz.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Logo: (c) VEBU

Berlin: „Jede ambitionierte und zu Ende gedachte Tierschutzpolitik, aber auch jede Klimaschutzstrategie und jede Bestrebung hin zu einer nachhaltigeren Agrarpolitik ist unvollständig, wenn Alternativen zur Züchtung, Mästung und Schlachtung sogenannter Nutztiere nicht deutlich benannt und empfohlen werden“, sagt Till Strecker, Leiter Politik beim VEBU.


Konsequenter Tierschutz durch pflanzliche Lebensweise  

„Tiere nicht zu essen, ist die direkteste Tierschutz-Maßnahme. Dies muss auch Bundesagrarminister Christian Schmidt berücksichtigen, wenn er es ernst meint mit dem Ziel, die Situation von Tieren in der Landwirtschaft zu verbessern.“ Bisher beschränkt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf minimale und möglichst kostengünstige Verbesserungen der Haltungsbedingungen und vertraut auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft.

Akzeptanz bröckelt

„Seit Jahren bröckelt die gesellschaftliche Akzeptanz für die vorherrschende Form der Produktion tierischer Lebensmittel mit ihrer Vielzahl von ökonomischen, ökologischen und ethischen Problemen“, betont Strecker. Auch das Essverhalten der Deutschen ändert sich: Die Zahl der Veganer, Vegetarier und insbesondere derjenigen Menschen, die sich zunehmend pflanzlich ernähren, steigt rasant. „Die Potentiale pflanzlicher Ernährung und das steigende Interesse daran werden von der Bundesregierung jedoch kaum wahrgenommen oder in konkrete Politik umgesetzt. Bislang gibt es nicht einmal eine rechtsverbindliche Definition der Begriffe ‚vegan‘ und ‚vegetarisch'“, so Strecker weiter.

Pflanzenorientierte Ernährung fördern  

„Ein effektiver und sinnvoller Weg wäre, eine pflanzenorientierte Ernährung unter anderem durch positive Informationskampagnen, finanzielle Unterstützung und klare Kennzeichnungen zu unterstützen. Sonst können substantielle Fortschritte weder im Tierschutz noch in der Klimapolitik erreicht werden“, sagt Strecker.

Mit seiner kritischen Meinung steht der VEBU nicht allein da: In einem Gutachten hatte der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik im März 2015 festgestellt, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung in ihrer jetzigen Form nicht zukunftsfähig sei, und entsprechend pflanzliche Lebensmittel empfohlen. Im Dezember wies das Umweltbundesamt darauf hin, dass die Haltung sogenannter Nutztiere massive Umweltprobleme verursacht und erheblich zum Klimawandel beiträgt.

 

 

 

Quelle: VEBU


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