Erste Filmtheater streichen Tierquälerei-Film

 

PETA appelliert an Kinounternehmen, „Bailey – Ein Freund fürs Leben“ abzusetzen

Be vegan!

Wegweisende Entscheidung gegen Tierquälerei für das Kino.                               Fotocredit: (c) v-p

Stuttgart – Tierquälerei am Set: Aufnahmen der Dreharbeiten zum Kinofilm „Bailey – Ein Freund fürs Leben“ schockierten vor wenigen Wochen die Öffentlichkeit. Auf dem 2015 entstandenen Video ist zu sehen, wie ein Tiertrainer am Filmset versucht, einen Schäferhund mit Gewalt in ein Becken mit tosendem Wasser zu drücken. Das völlig verängstigte Tier versucht dabei mit aller Kraft, der Situation zu entkommen. Jetzt haben erste Filmtheater wie das Comet Cine Center in Mönchengladbach und das Kino Kempener Lichtspiele reagiert und den Film, der am 23. Februar in Deutschland anlaufen soll, mit einem klaren Bekenntnis zum Tierschutz aus dem künftigen Programm gestrichen [1].

PETA begrüßt die tierfreundliche Entscheidung der Betreiber und hat sich in dieser Woche nun mit dem Appell an die größten Multiplex-Kinounternehmen Deutschlands gewandt, von Vorführungen des Films abzusehen. In einem Schreiben an die Geschäftsführungen der CineStar-Gruppe und von Cineplex, CinemaxX, UCI sowie Kinopolis betont die Tierrechtsorganisation, dass der gewalttätige Umgang mit dem Hund für die Produktion eines Films inakzeptabel ist.

„Die Produktionsfirma übt sich mit beschwichtigenden Worten derzeit zwar in Schadensbegrenzung, doch die Videoaufnahmen haben die Methoden der Filmbranche gnadenlos offengelegt. Tiere im Film sind fast immer unfreiwillige Zwangsdarsteller, die zu jedem Zeitpunkt zu funktionieren haben“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Wir appellieren an alle deutschen Kinobetreiber, ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen.“

Chronische Vernachlässigung der Tiere

Nach Informationen von PETA USA wurden die in dem Film eingesetzten Hunde von dem Unternehmen „Birds & Animals Unlimited“ (BAU) des Tiertrainers Gary Gero aus Hollywood „bereitgestellt“. In dessen Einrichtung wurde vor wenigen Wochen im Rahmen einer verdeckten Ermittlung zudem die chronische Vernachlässigung von Tieren enthüllt. Die Tiere von BAU wurden bereits in Hunderten von Produktionen eingesetzt, darunter Hangover, Marley & Ich, Game of Thrones und Fluch der Karibik. Ein bei BAU angestellter Augenzeuge hat die chronische Vernachlässigung der Tiere dokumentiert: Kranke und verletzte Tiere wurden nicht angemessen tierärztlich versorgt; viele Tiere lebten in verschmutzten Gehegen, andere erhielten keine Nahrung, damit sie im Training hungrig genug waren, um Kunststücke aufzuführen.

Tiere in der Filmindustrie verbringen ihr Leben häufig in winzigen Käfigen, wo ihnen alles verwehrt wird, was natürlich und wichtig für sie ist. Viele werden ihren Müttern schon kurz nach der Geburt entrissen und oftmals Trainingsmethoden ausgesetzt, die Schläge, Elektroschocks und Futterentzug beinhalten, um ihr instinktives Verhalten zu unterdrücken. Sobald die Tiere älter werden oder aus anderen Gründen für ihre Trainer nicht mehr von Nutzen sind, werden sie nicht selten an heruntergekommene Tierparks oder andere ungeeignete Einrichtungen abgegeben.


[1] Statement Comet Cine Center: Hier klicken
Statement Kempener Lichtspiele: Hier klicken

 

Video zum Beitrag

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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