Erster Großhändler listet Käfigeiprodukte aus

 

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Die Albert Schweitzer Stiftung ist erfolgreich mit ihren Unternehmenskampagnen für mehr Tierschutz.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Logo: (c) Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Das Großhandelsunternehmen Handelshof Cash & Carry wird künftig keine Eiprodukte mehr aus Käfighaltung anbieten. Dieser Schritt folgt auf eine Anregung der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Damit ist Handelshof das erste Großhandelsunternehmen, das vollständig auf Käfigeier sowohl bei frischen Eiern als auch bei Eiprodukten verzichtet.

»Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung. Denn dem Vorbild von Handelshof werden sicherlich bald weitere Unternehmen der Branche folgen«, kommentiert Silja Kallsen-MacKenzie, Leiterin der Unternehmenskampagnen bei der Albert Schweitzer Stiftung. »Dieselbe Entwicklung konnten wir schon im Einzelhandel beobachten.«

Alle Schaleneier aus Käfighaltung hat Handelshof bereits 2011 ausgelistet. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen Eiprodukte wie Flüssigei, Eipulver oder fertiges Rühr- und Spiegelei aus Käfigeiern aus seinem Sortiment streichen. Solche oft in Großgebinden verpackten Produkte nutzen vor allem Großverbraucher in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Der Abverkauf der Restbestände erfolgt bis voraussichtlich Ende August. Danach will der Großhändler ausschließlich Eiprodukte aus alternativen Haltungsformen wie Boden- und Freilandhaltung anbieten.

»Da wir schon bei der Auslistung von Schaleneiern aus Käfighaltung die ersten im Bereich Großhandel waren, hatten wir den Anspruch, dieser Vorreiterrolle erneut gerecht zu werden«, sagt Wolfgang Baer, Geschäftsführer der Handelshof-Gruppe. »Besonders erfreulich ist, dass wir diesen Schritt bei Käfigeiprodukten so zeitnah realisieren können.«

Aus Tierschutzsicht ein weiterer wichtiger Schritt

Kampagnenleiterin Kallsen-MacKenzie von der Albert Schweitzer Stiftung begrüßt, dass mit Handelshof Cash & Carry ein Großhändler Eiprodukte mit Käfigeiern auslistet. »Die Einkaufspolitik des Großhandels wirkt sich direkt auf das Angebot der Unternehmen aus, die von dort ihre Waren beziehen«, sagt Kallsen-MacKenzie. »Die hätten wir schwerlich alle einzeln überzeugen können, auf Eiprodukte mit Eiern aus dieser besonders tierquälerischen Haltungsform zu verzichten.« Sie weist jedoch darauf hin, dass auch die alternativen Haltungsformen aus Tierschutzsicht Mängel aufweisen. »Trotzdem ist der Abschied vom Käfigei ein sehr wichtiger Schritt. Denn in der Käfighaltung können Hennen praktisch keine ihrer Grundbedürfnisse ausleben.«

Das Unternehmen Handelshof

Die Handelshof-Gruppe betreibt 16 Abholgroßmärkte mit bis zu 80.000 Artikeln in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und im Großraum Hamburg. Das Angebot der Märkte richtet sich an Großverbraucher wie Hotellerie, Gastronomie, Handel und andere Gewerbetreibende. Neben dem Selbstbedienungsgroßhandel gehört zu Handelshof Cash & Carry ein Liefergroßhandel, der die Waren direkt zu Betrieben bringt.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung

 

 


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