Etikettenschwindel bei Pelzprodukten

 

VIER PFOTEN fordert die Marktüberwachungsbehörden aller betroffenen Bundesländer zum Handeln auf

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VIER PFOTEN: Stiftung für Tierschutz.
                                                 Logo: (c) VIER PFOTEN

Eine Recherche der „Fur Free Alliance“ enthüllt bundesweit Irreführung bei der Pelzkennzeichnung. Über 50 Prozent der Kleidungsstücke waren nicht gemäß der EU-Textilkennzeichnungsverordnung gekennzeichnet. Das jeweilige Etikett gab keine Information dazu, dass Bestandteile tierischen Ursprungs – in diesem Fall Echtfelle – enthalten waren. Betroffen sind Produkte aus ganz Deutschland, einige Stichproben stammen auch aus Berlin.

Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und der Deutsche Tierschutzbund, die deutschen Repräsentanten der „Fur Free Alliance“, haben sich jetzt an die Marktüberwachungsbehörden aller betroffenen Bundesländer (in Berlin, Köln, München, Augsburg und Hamburg) gewandt. Sie sollen die entsprechenden Händler und Hersteller kontrollieren, über die geltenden Vorgaben zur Kennzeichnung von Textilien mit tierischen Anteilen aufklären und angemessene Bußgelder verhängen. Zuständig für Berlin ist die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:

„Laut Umfragen lehnen 86 Prozent der Verbraucher Echtpelz ab. Es liegt in den Händen der Marktüberwachungsbehörden aller betroffenen Bundesländer, die EU-weit vorgeschriebene gesetzliche Kennzeichnungspflicht zu überwachen. Nur dann haben tierliebe Käufer die Möglichkeit, Modeartikel mit Echtpelz bewusst im Regal liegen zu lassen.“

Dr. Henriette Mackensen, Referentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund:
„Grundsätzlich sollen sich Verbraucher vor dem Kauf ausreichend über ein Produkt und dessen Eigenschaften informieren können. Dies ist umso bedeutender, wenn ethische Kriterien für die Kaufentscheidung von großer Bedeutung sind, denn Echtpelz ist immer mit großem Tierleid verbunden.“

In Deutschland wird die EU-Textilkennzeichnungsverordnung seit Februar 2016 durch das Textilkennzeichnungsgesetz umgesetzt. Mit Erlass dieses Gesetzes können Verstöße gegen die Textilkennzeichnungsverordnung, wie eine fehlende Etikettierung mit Hinweis auf „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ nach §12 TextilKennzG, mit Bußgeld bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

 

 

 

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN

 

 


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