EU-weite Aktionswoche gegen Botox-Tierversuche

Go vegan!

Diesen Mäusen wurde das hochgiftige Nervengift in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle gespritzt. Sie leiden bis zu vier Tagen unter qualvollen Krämpfen und ersticken letztlich, da das Gift zu einer Atemlähmung führt.          Copyright: (c) BUAV.

Menschen für Tierrechte fordern: „Firma Merz, testen Sie Botox endlich tierversuchsfrei!“ Allein in Deutschland sterben jährlich über 30.000 Mäuse qualvoll für die Botox-Produkte der Kosmetik-Firma Merz. Dabei könnten die grausamen Versuche schon längst Vergangenheit sein, denn die US-Firma Allergan testet ihre Botox-Produkte schon seit drei Jahren mit einem tierversuchsfreien Verfahren.

Anlässlich der EU-weiten Aktions-Woche gegen Botox-Tierversuche vom 16. bis 22. Juni 2014 hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte nun eine Online-Aktion gestartet. Das Ziel: Die Firma Merz soll ihre Botox-Produkte endlich tierversuchsfrei testen.

Test muss erst anerkannt werden

„Merz will erst Ende 2014 einen tierversuchsfreien Test vorlegen. Das heißt, dass es noch Jahre dauern kann, bis die qualvollen Mäuseversuche endlich aufhören, denn die Behörden müssen den Test erst anerkennen. Deshalb fordern wir Merz auf, seine Botox-Produktion solange zu stoppen, bis die Lifestyle-Produkte tierversuchsfrei geprüft werden können. Wir setzen darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich ebenfalls bei Merz zu Wort melden“, so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes.

Jährlich ersticken 30.000 Test-Mäuse

Nach Aussagen der Tierrechtsorganisation prüft die US-Firma Allergan ihre Botox-Produkte schon seit drei Jahren tierversuchsfrei. Bei Merz hingegen ersticken jährlich über 30.000 Mäuse für die Lifestyle-Produkte Xeomin und Bocouture zur Faltenunterspitzung qualvoll in sogenannten LD-50-Tests. Getestet wird jede Produktionseinheit. Dabei wird das Nervengift den Mäusen in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle gespritzt, um die Konzentration zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Die Mäuse leiden bis zu vier Tage unter qualvollen Krämpfen und ersticken letztlich, da das Gift zu einer Atemlähmung führt. Das Verbot von Kosmetik-Tierversuchen greift für Botox-Produkte nicht, da sie auch zu medizinischen Zwecken zugelassen sind.

Online-Aktion

Um der Firma Merz klarzumachen, wie wichtig eine schnelle Ablösung der qualvollen Tierversuche ist, hat der Bundesverband die Online-Aktion “Firma Merz, testen Sie Botox endlich tierversuchsfrei!” ins Leben gerufen. Über ein Formular können Internetnutzer eine E-Mail an die Firma schicken und die Einführung des tierversuchsfreien Verfahrens fordern.

Fokus auf Merz und Ipsen

An der EU-weiten Aktionswoche gegen Tierversuche, die von der Partnerorganisation des  Bundesverbandes, der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) organisiert wird, beteiligen sich Gruppen aus ganz Europa. Im Fokus stehen dabei die Unternehmen Merz mit Hauptsitz Deutschland und Ipsen mit Mutterkonzern in England.

.E-Mail-Aktion des Bundesverbandes: www.tierrechte.de .

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