Europaweiter Aktionstag gegen Botox-Hersteller Eisai

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90.000 Mäuse für Botox-Tierversuche getötet

Be vegan! Mäuse sterben im BOTOX-Tierversuch

Mäuse sterben qualvoll in Botox-LD50 Tests.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Copyright: (c) BUAV

Immer mehr Menschen lassen sich ihre Falten mit Botox wegspritzen. Doch jede Produktionseinheit des Nervengifts wird in einem besonders qualvollen Tierversuch, dem LD50-Test geprüft, bevor sie in den Verkauf geht. Seit 2011 gibt es eine behördlich zugelassene tierversuchsfreie Zellmethode, doch insbesondere die Firma Eisai testet immer noch an Mäusen. Dagegen protestieren am 23. Juli europaweit Tierversuchsgegner in zwölf Ländern. In Deutschland finden Aktionen in Frankfurt und München statt.

Botulinumtoxin – besser bekannt unter dem Markennamen Botox – ist ein Nervengift, das zu medizinischen Zwecken wie Schiefhals, aber weit häufiger zur Faltenglättung eingesetzt wird. Das Gift lähmt die Gesichtsmuskeln, die Haut erscheint glatt darüber. Da die Substanz so gefährlich ist, wird jede Charge im sogenannten LD50-Test getestet. Gruppen von Mäusen wird das Gift in verschiedenen Dosierungen in die Bauchhöhle gespritzt, um die Dosis zu ermitteln, bei der die Hälfte der Tiere stirbt – dann stimmt die Verdünnung. „Für die Mäuse ist das mit ungeheuren Qualen verbunden“, weiß Tiermedizinerin Dr. med. vet. Corina Gericke, Vorstandsmitglied des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche. „Der Todeskampf kann vier Tage dauern, bis die Tiere bei vollem Bewusstsein durch Lähmung des Atemmuskels ersticken“.

Alternativverfahren seit 2011 zugelassen

Im Jahr 2011 erhielt der Marktführer Allergan eine behördliche Zulassung für ein Alternativverfahren mit menschlichen Zellen, 2015 zog der Frankfurter Hersteller Merz nach. Zumindest der größte Teil der Tierversuche dieser beiden Firmen wird jetzt tierversuchsfrei getestet. „Ein großer Erfolg unserer jahrelangen Kampagne“, freut sich Tierärztin Gericke. Andere Produzenten – vor allem der japanische Konzern Eisai mit einer Zweigstelle in Frankfurt – setzen immer noch auf den LD50-Test. Mindestens 90.000 Mäuse wurden in den letzten zwei Jahren für Botox-Produkte von Eisai beim Hamburger Auftragslabor LPT getötet. Auf Anfragen gibt es von der Firma nicht einmal eine Antwort.

Zum Jahrestag der ersten Anerkennung eines Zelltests ruft die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), bei der der Ärzteverein Mitglied ist, jedes Jahr zu einem europaweiten Protesttag auf – nun bereits zum fünften Mal. Neben den Ärzten gegen Tierversuche organisieren dieses Jahr Gruppen aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Portugal, Schweden, Serbien, Slowenien, Spanien, der Schweiz und der Tschechischen Republik eine Aktion, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen und Eisai zu einem tierversuchsfreien Kurs zu bewegen. Passanten können vorbereitete Protestpostkarten an Eisai schicken.

In Frankfurt wird das Mausmobil, das Infofahrzeug der Ärzte gegen Tierversuche, auf der Hauptwache informieren. In München hält die AG München der Ärzte gegen Tierversuche nahe dem Richard-Strauss-Brunnen eine Protestaktion ab.

Weitere Infos:
www.botox-tierversuche.de
Video: „Die hässliche Wahrheit über Botox“ ( www.youtube.com/watch?v=CBm-sU… )

 

 

 

 

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

 

 


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