Fortlaufend systematische Tierquälerei aufgedeckt: PETA klagt Gesetzgeber, Behörden, Justiz und Tierproduzenten an und fordert Ende der vorsätzlichen Rechtsbrüche

Organisation belegt Misshandlungen in 80 Prozent des deutschen Geflügelmarktes

Be vegan!

Alltag in Mastanlagen: schwer kranke Pute.                                                                                                                                                               Fotocredit: (c) PETA

Stuttgart – Willentliche Missachtung der Tierschutzgesetze: In den vergangenen acht Jahren hat PETA Deutschland e.V. in der Tierproduktion zahlreiche Verstöße gegen die gesetzlichen Regeln offengelegt und zur Anzeige gebracht. Erst Mitte des Jahres dokumentierten Ermittler in Betrieben der Sprehe-Unternehmensgruppe tierquälerische Zustände.

Damit deckten die Undercover-Recherchen der Tierrechtsorganisation allein in Deutschlands Geflügelbranche nahezu 80 Prozent des Marktes ab – mit immer gleichem Ergebnis: systematische Tierquälerei. Die Ermittlungen wurden kontinuierlich von Appellen und Petitionen an den Gesetzgeber sowie die Vollzugsbehörden begleitet, endlich zumindest die bestehenden Rechtsvorschriften durchzusetzen. Trotz Verankerung des Staatsschutzzieles Tierschutz im Grundgesetz Artikel 20a verbessert sich das System hinter dem Tierleid nicht einmal ansatzweise. PETA fordert aufgrund des enormen – alle „Player“ der Geflügelbranche einschließenden – Ermittlungsumfangs Gesetzgeber, Behörden und Justiz auf, das bestehende Recht endlich umzusetzen und die falsch verstandene Rücksichtnahme gegenüber Systemtierquälern in den Tierhaltungsbranchen aufzugeben.

Straffrei trotz Rechtsverstößen

„Jeder Bürger wäre für derartige wiederholte und systematische Tierquälereien längst verurteilt worden“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Der Gesetzgeber und die zuständigen Behörden dagegen bleiben trotz konsequenter Verstöße gegen geltendes Recht straffrei – mehr noch: Sie ermöglichen vorsätzlich das Leid der Lebewesen, die durch das Gesetz als ‚Mitgeschöpfe‘ geschützt sind. Dieses Verhalten ist an Verwerflichkeit kaum zu überbieten.“

Die landwirtschaftliche Tierhaltung und die industrielle Tierproduktion fußen auf beständigen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutznutztierhaltungsverordnung, die Tierschutzschlachtverordnung und andere Regelungen. Tierproduktion ist Rechts- und Verfassungsbruch per se; sie basiert auf Turborassen und Qualzuchten, die einzig und allein Leistungsparameter wie Lege- und Milchleistung oder Fleischansatz erfüllen sollen – dies geht nur auf Kosten der Gesundheit sowie des gesamten Organismus der Tiere. Darüber hinaus werden die sensiblen Lebewesen den extrem beengten Haltungssystemen angepasst und erleiden unvorstellbare Qualen bei betäubungslosen Amputationen. In der Eierproduktion werden jährlich rund 50 Millionen männliche Eintagsküken qualvoll getötet.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

 

 

 

 

Quelle: PETA


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