Freiheit statt Konzertbar: PETA fordert Ausquartierung des Aquariums aus Konzertbar „GO Danceclub“ in Passau

 

Be smart, be vegan! Delfin in Badewanne.

Fische und Säugetiere, wie Delfine und Wale, gehören in Aquarien.                                                                                                                               Fotocredit: (c) PETA

Passau / Stuttgart – Fische als lebendige Dekoration in Passauer „GO Danceclub“: Wie die Tierrechtsorganisation PETA Anfang Januar von einer Besucherin des Clubs erfuhr, sind Fische in einem Aquarium neben der Tanzfläche des Clubs lauter Musik und vibrierenden Basstönen ausgesetzt. Vor 14 Tagen hat PETA den Geschäftsführer des „GO Danceclub“ schriftlich darum gebeten, die Fische schnellstmöglich auszuquartieren. 

Zudem hat die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt kontaktiert, um eine Überprüfung der Lebensbedingungen der sensiblen Tiere zu veranlassen. Fische verfügen über einen guten Hörsinn und erzeugen selbst vielfältige Laute.

„Laute Musik, vibrierende Bässe, Flackerlicht, umgekehrter Tages- und Nachtrhythmus, an die Scheiben klopfende Besucher – die Fische sind enormem Stress ausgesetzt“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin bei PETA. „Fische gehören nicht in eine Diskothek.“

PETAs Hinweise zeigten bereits im Fall anderer Lokalitäten Wirkung: Nachdem PETA auf die ungeeignete Unterbringung der Fische hingewiesen hatte, ließ beispielsweise das bayerische Veterinäramt in Aichach im Oktober 2012 ein Aquarium aus einer Diskothek entfernen. Auch ein Stuttgarter Billardclub quartierte ein Aquarium aus.

Fische verfügen über ein Innenohr, in dem sich Otolithen (Gehörsteinchen) und Sinneszellen befinden. Durch Schallwellen geraten die Otolithen in Bewegung und leiten den Schall über die Sinneshärchen an das Gehirn weiter. Fische haben zudem ein hoch spezialisiertes Seitenlinienorgan, um Schall- und Druckwellen aus der Umgebung wahrzunehmen. Dieses ermöglicht ihnen das Richtungshören und die Identifikation der Schallquelle.
Goldfische können klassische Musikstücke wie Bach und Strawinsky unterscheiden. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass australische Rifffische wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor singen und dabei eine Lautstärke von 35 Dezibel erreichen [1].

Eine artgerechte Haltung von Fischen ist in Gefangenschaft nicht möglich. PETA fordert daher die Abschaffung von Aquarien.

[1] J. G. Parsons, Chandra P. Salgado Kent, Angela Recalde-Salas, Robert D. McCauley (2016): Fish choruses off Port Hedland, Western Australia. Online unter: http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09524622.2016.1227940?ai=mv7m0. (07.12.2016).

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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