Genesungswünsche: PETA schenkt Jan-Christian Dreesen nach Jagdunfall „Shoot Selfies, Not Animals“-T-Shirt

 

Tierrechtsorganisation bittet Finanzchef des FC Bayern München, der Jagd den Rücken zu kehren 

Be vegan!

PETAs T-Shirt „Shoot Selfies, Not Animals – Hunting Sucks“.                                                                                                                                                                                                                                                   Fotocredit: © PETA

Stuttgart – Lebensgefährliches Hobby: Vor einer Woche verletzte sich Jan-Christian Dreesen bei einem Jagdunfall im österreichischen Brandenberg schwer. Medienberichten zufolge löste sich auf dem Rückweg zum Auto ein Schuss aus seinem geschulterten Gewehr und traf seine Hand, wodurch der Finanzchef des FC Bayern München einen Finger verlor. PETA hat Dreesen in dieser Woche ein Schreiben mit Wünschen zur baldigen Genesung zugesandt und bat ihn, künftig gänzlich von der Jagd abzusehen.

Um die Botschaft zu vermitteln, dass Tiere höchstens mit der Kamera „gejagt“ werden sollten, legte die Tierrechtsorganisation zudem ein T-Shirt mit der Aufschrift „Shoot Selfies, Not Animals“ als Geschenk bei. PETA fordert ein Verbot der Hobbyjagd, denn trotz verpflichtender „Jagdausbildung“ werden im deutschsprachigen Raum jedes Jahr Dutzende Menschen von Jägern getötet, verletzt oder in Gefahr gebracht.

„Wir wünschen Herrn Dreesen eine baldige Genesung und hoffen, dass der Unfall zum Umdenken führt und er künftig keine Tiere mehr tötet“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Genau wie wir Menschen wollen auch im Wald lebende Tiere frei von Angst und Schmerzen leben.“

Töten als Hobby

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd durch Privatpersonen. Die Hobbyjagd stört sowohl den Rechtsfrieden als auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Auch der namhafte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet [1]. Ein Beispiel dafür ist der Kanton Genf, in dem die Hobbyjagd seit 40 Jahren verboten ist. Die Folge: eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen. Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Als er in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies nicht viel mit Natur- und Artenschutz gemein hat. Heute ist Dr. Loske ein anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Jagd aus ökologischer und moralischer Sicht nicht zu verantworten ist [2].

Den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland stehen nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüber.

[1] Reichholf, J. H.: Die Wahrheit über die Jagd – Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. TV-Dokumentation SWR BW. (15.05.2014).
[2] Loske, K. (2016): Das Wider der Jagd. TV- Beitrag WDR. Online abrufbar unter: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/daheim-und-unterwegs/video-das-wider-der-jagd-fuer-biologe-karl-heinz-loske-ist-die-jagd-aus-oekologischer-sicht-nicht-zu-verantworten-100.html. (13.09.2017).

 

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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