Glückliches Bärenleben: Mascha und Otto seit 10 Jahren im BÄRENWALD Müritz

 

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VIER PFOTEN: Stiftung für Tierschutz.
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Stuer / Hamburg – Heute, vor genau zehn Jahren, zogen die Braunbären Mascha (*1994) und Otto (*1992) in das größte Bärenschutzzentrum Westeuropas, den BÄRENWALD Müritz, ein. Sie zählen damit zu den ersten vierbeinigen Bewohnern der Einrichtung. Der BÄRENWALD Müritz ist ein Projekt der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und feiert in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum.

Obwohl Otto und Mascha nicht miteinander verwandt sind, verbindet sie die gleiche Geschichte: Bevor sie in den BÄRENWALD Müritz kamen, lebten sie zusammen in privater Haltung in Ostdeutschland. Viele Jahre bestand ihre Welt aus einem tristen Gehege von nur 150 Quadratmetern, umgeben von Gitterstäben und Betonboden – viel zu klein und trostlos, um darin ein bärengerechtes Leben führen zu können. Ihre ehemaligen Besitzer sahen ein, dass der BÄRENWALD Müritz Mascha und Otto deutlich mehr Lebensqualität ermöglichen würde und stimmten einer Abgabe der Tiere zu. Außerdem verpflichteten sie sich, keine neuen Bären anzuschaffen.

Carsten Hertwig, Gründer und Geschäftsführer des BÄRENWALD Müritz:

„Es war schrecklich, wie Mascha und Otto in ihrem Betonkäfig gelitten haben. Umso schöner war es zu sehen, wie gut sich die beiden innerhalb kürzester Zeit im BÄRENWALD Müritz eingelebt haben. Nach jahrelanger schlechter Haltung können sie sich hier endlich frei bewegen.“

Zurzeit befinden sich die beiden Bären in Winterruhe, die sie in getrennten Höhlen verbringen. An wärmeren Tagen sind sie aber noch zu sehen. Die Winterruhe des Bären ist nicht zu verwechseln mit dem tiefen Winterschlaf kleinerer Säugetiere, wie z.B. Igel oder Murmeltier. Bei der Winterruhe verringern sich Kreislauf, Atmung und Herzschlag, die Bären verfallen jedoch in keine „Starre“ sondern wachen von Zeit zu Zeit auf und nehmen Nahrung zu sich. Auch Bären in Gefangenschaft halten Winterruhe, allerdings ist das Ruheverhalten bei jedem Tier unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Witterung oder dem Alter des Bären.

Bärenhaltung in Deutschland

In Deutschland werden über 150 Braunbären in Tierparks, Zoos und sonstigen Einrichtungen gehalten. Die Art und Qualität der Haltung ist jedoch sehr unterschiedlich: Während einem Bären im BÄRENWALD Müritz etwa 5.000 Quadratmeter natürlich strukturierte Fläche zur Verfügung stehen, leben einige Braunbären nach wie vor in kargen, z.T. vollständig betonierten Gehegen von nur wenigen hundert Quadratmetern Ausmaß. Teilweise werden nicht einmal die einfachsten Maßnahmen zur Beschäftigung der Bären eingesetzt. Schätzungsweise knapp 20 Tiere leben nach wie vor in solch unzureichenden, nicht artgemäßen Haltungsbedingungen.

Über den BÄRENWALD Müritz

Der BÄRENWALD Müritz ist ein Projekt der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und feiert in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum.
Im BÄRENWALD Müritz werden gerettete Bären aus schlechten Haltungsbedingungen aufgenommen. Die Tiere stammen aus engen Käfigen oder kleinen Betongehegen in deutschen oder polnischen Zoos und aus dem Zirkus. Im BÄRENWALD haben die Braunbären 16 Hektar Platz und somit genug Gelegenheit, sich zurückzuziehen und nicht nur den Parkbesuchern auf der anderen Seite des Zauns, sondern auch einander aus dem Weg zu gehen, wenn sie es wollen. Zudem ist die ihnen zur Verfügung stehende Fläche bewusst naturbelassen gestaltet, um den Tieren ein möglichst bärengemäßes Leben zu ermöglichen. Dieses Projekt dient in erster Linie natürlich dem Schutz der Bären, ist aber auch ein wichtiger Teil der Aufklärungs- und Bildungsarbeit, welche sich VIER PFOTEN zum Ziel gesetzt hat, um den Tierschutzgedanken in der Bevölkerung zu etablieren.

www.baerenwald-mueritz.de

 

 

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN

 

 


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