Hessen beschließt Tötungs-Stopp für männliche Eintagsküken

Go vegan!

Tötungs-Stopp für männliche Eintagsküken.                                                                         Fotocredit: © Pascal Huot – Fotolia.com

Nachdem NRW die Tötung männlicher Eintagsküken spätestens ab 1. Januar 2015 beenden will, zieht nun die hessische Landesregierung nach. Wie Landesumweltministerin Hinz am Donnerstag bekannt gab, dürfen Küken von Legehennenrassen in Hessen in Zukunft nicht mehr direkt nach dem Schlüpfen getötet werden. Bisher werden die unbrauchbaren männlichen Küken entweder geschreddert oder vergast. Die Brütereien müssen nun andere Wege finden, wie Sie der neuen gesetzlichen Situation gerecht werden. Diskutiert wird z.B. die Bestimmung des Küken-Geschlechts möglichst frühzeitig nach der Befruchtung im Ei.

VIER PFOTEN appelliert an weitere Bundesländer

VIER PFOTEN begrüßt, dass mit diesem Erlass in Hessen jedes Jahr Millionen Küken vor einem ethisch nicht vertretbaren Tod bewahrt werden. Gleichzeitig appelliert die Stiftung eindringlich an die Landesregierungen der anderen Bundesländer, dem Vorbild NRWs und Hessens zu folgen. Zudem müssten Lösungsansätze gefördert werden, die das sinnlose Kükentöten beenden, wie z.B. die Zucht von sogenannten Zweinutzungshühnern, die sowohl für die Eiererzeugung als auch für die Mast geeignet sind oder die Geschlechtsbestimmung im Ei.

Millionen Küken wie Abfall geschreddert

„In den Brütereien werden Millionen Küken wie Abfall geschreddert. Dass es sich hierbei um gesunde Lebewesen handelt und deren sinnlose Tötung gegen das Tierschutzgesetz verstößt, wurde über Jahre ignoriert“, kritisiert Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Schuld an dem Tod der Küken hat die Spezialisierung der Industrie auf Hochleistungslegehennen. Männliche Tiere dieser Hybridrassen sind für die Mast nicht geeignet und deswegen für die Industrie wertlos. In Hessen steht eine der größten Brütereien Deutschlands, mit ca. 15 Millionen getöteten männlichen Küken pro Jahr.

 


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