Heute vor 50 Jahren starb Rachel Carson

Go vegan!

Rachel Carson, 1907 – 1964
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Rachel Carson war wohl keine Vegetarierin. Dennoch war ihre Arbeit wegbereitend für die gesamte Ökobewegung und damit sicher auch für die Popularität anderer Lebens- und Ernährungsformen, wie z.B. vegan. Dabei ragt ihr Buch „Silent Spring“ aus dem Jahr 1962 weit heraus. Die (erste) Ikone der modernen Umweltbewegung starb am 14. April 1964 mit nur 57 Jahren an Krebs. Eine Erinnerung.

Ich habe Anfang diesen Jahres zum ersten Mal das Buch „Silent Spring“ von Carson gelesen. Ich muss das wohl betonen, dass es das erste Mal war, gilt das Buch doch als herausragende Arbeit und zeichnet den Beginn der modernen Ökobewegung – manche sprechen sogar vom Anfang einer Revolution. Das Buch und das weitere aufklärerische Engagement von Rachel Carson führten schließlich zum Verbot des Pestizids DDT.

Leidenschaftliche Publizistin

Rachel Carson wurde 1907 in Pennsylvenia geboren. Sie machte 1932 ihren M.A. Abschluss in Biologie/Zoologie an der Johns Hopkins University in Baltimore. Sie arbeitete danach für 15 Jahre als Wissenschaftlerin im öffentlichen Dienst im U.S. Bureau of Fisheries. Carson, die sich auch außerhalb ihrer offiziellen Arbeit rege publizistisch betätigte, wollte dabei ihren LeserInnen eine Weltsicht vermittelten, in der der Mensch nur ein Teil der wunderbaren Natur ist – nicht, wie auch heute noch üblich, das als höchstes Wesen alles dominierende. Ihre publizistische Erfahrung führte schließlich dazu, dass sie im U.S. Bureau of Fisheries für alle Veröffentlichungen verantwortlich wurde.

Du findest mehr Details zu Carsons Leben, ihren Artikeln, Pamphleten etc. auf einer ihr und ihrem Werk gewidmeten Seite.

Über unsere Köpfe hinweg

Dort heißt es auch, dass Rachel Carson der extreme Einsatz von künstlichen Pestiziden in der Landwirtschaft seit Ende des Zweiten Weltkrieges stark beängstigte. Eher widerwillig änderte sie daraufhin ihren Fokus von ihrer bisherigen wissenschaftlichen Arbeit und orientierte sich mehr und mehr in eine andere Richtung: die Öffentlichkeit über die Folgen dieses Pestizid-Missbrauchs zu informieren und aufzuklären. Das führte schließlich 1962 zur Veröffentlichung des bahnbrechenden Buches „Silent Spring“, oder wie der deutsche Titel heißt: „Stummer Frühling“.

Wissenschaftliche Kritikerin

Das Buch spiegelt die wissenschaftliche Arbeitsweise der Autorin wieder und klärt detailreich und präzise über die Konsequenzen, insbesondere des Einsatzes von DDT, für Natur, Umwelt und Menschen auf. Damit erregte sie natürlich großen Widerstand in der chemischen Industrie und bei den von deren Lobby bestens eingestellten Wissenschaftlern und Politikern.

Was zählt unsere Stimme?

Die Empfehlungen der Politiker und Pestizid-Produzenten zum Einsatz für DDT für Bürger und Farmer ist das eine: schon haarsträubend genug. Die großflächige Anwendung aus der Luft von ganzen Landstrichen und selbst von bewohnten Siedlungen ist das andere. Die wenigsten Menschen waren damit einverstanden. Es wurde trotzdem gemacht. Wer einen Eindruck aus dieser Zeit gewinnen möchte in Bezug zu Rachel Carsons Arbeit, dem empfehle ich ein zehnminütiges Video.

Im Oekom-Verlag wird eine aktuell erscheinende Biografie von Rachel Carson angeboten:

skaliert_Titel_Steiner_Rachel-Carson_1600px_BuchcoverDieter Steiner

Rachel Carson

Pionierin der Ökologiebewegung Eine Biographie

360 Seiten, oekom verlag München, 2014
ISBN-13: 978-3-86581-467-8
Erscheinungstermin: 03.04.2014

 

 

 

 

Fotocredit: © Popova Olga – Fotolia.com
Buchcover: oekom-verlag

 

 

 

 


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