Heute ist „Tag zur Abschaffung der Zoo-Gefangenschaft“

Menschen für Tierrechte fordern die Umgestaltung von Tierparks in digitale Zoos

Go vegan!

Leopard in – alternativloser – freier Natur.                                                                                                           Fotocredit: © Vitezslav Halamka – Fotolia.com

Menschenaffen in kleinen Kammern mit Glasscheiben, Leoparden hinter Zäunen, Delfine in flachen, gechlorten Beton-becken, Vögel die flugunfähig gemacht werden, Elefanten, die ihre Artgenossen nicht begraben können – so sieht das Leben für Millionen Tiere hinter Zoogittern in Deutschland aus.

Tier-Babys sollen Besucher in den Zoo locken, während die erwachsenen überschüssigen Tiere erschossen werden. Wilde Tiere, die durch die unnatürlichen Lebensbedingungen massive Verhaltensstörungen entwickeln, werden mit Medikamenten ruhig gestellt.

Tiere in Gefangenschaft leiden

„Ein Tier leidet wenn es sein natürliches Verhaltensrepertoire nicht ausagieren kann“, so der französische Tiermediziner Robert Dantzer vom Nationalen Agrarforschungsinstitut. Dieses Leid erkennt auch der Zoobesucher: er sieht Elefanten weben und Großkatzen ihre unaufhörlichen Kreise drehen. Daher fordern internationale Verhaltensforscher wie Jane Goodall und Tierrechtsorganisationen weltweit ein Ende der Gefangenhaltung von Tieren in Zoos.
„Wir möchten keine traurigen,  verhaltensgestörten Tiere hinter Gittern mehr sehen. Wir wollen sehen, wie die Tiere in Freiheit leben“, so Dr. Tanja Breining, Zoologin und Mitarbeiterin beim Verein Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

Tiere in natürlichen Lebensraum zeigen

Daher fordert der Verein, dass die Gefangenhaltung von Tieren Zoos auslaufen muss. Stattdessen soll den Zoobesuchern mittels Videokamera und Webcam das natürliche Verhalten von Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt werden. Die Einnahmen können in den Schutz der natürlichen Habitate der bedrohten Tierarten investiert werden.