Hunderte Tierfreunde protestierten gegen Stierkämpfe in Pamplona

 

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Am Donnerstag demonstrierten über 100 Tierfreunde gegen die grausame Stierhatz in Pamplona.                                                                                               Fotocredit: © PETA UK

Spanien / Stuttgart – Am Donnerstag marschierten über 100 Unterstützer von PETA UK und der spanischen Tierschutzorganisation AnimaNaturalis zu Trommelklängen zur Plaza Consistorial im spanischen Pamplona. Ihre Botschaft wurde mit Schildern mit der Aufschrift „Stoppt die blutigen Stierkämpfe.“ unterstrichen. 

Damit protestierten die Tierfreunde lautstark gegen das grausame Stierrennen, das Teil des San-Fermín-Festivals ist. Die Aktionsteilnehmer haben sich zur Hälfte in „Läufer“, zur Hälfte in „Stiere“ aufgeteilt und blutrote Rauchfackeln in den Himmel geschossen. Mit der aufsehenerregenden Aktion fordern PETA und AnimaNaturalis ein Ende der Quälerei und Tötung von Stieren, die Jahr für Jahr in Pamplona stattfinden.

„Diese Menschen – über 100 – stehen für die überwiegende Mehrheit der Menschen weltweit, die das archaische, mörderische Spektakel des Tierrennens schon sehr lange nicht mehr stillschweigend hinnehmen wollen“, so Elisa Allen, Direktorin bei PETA UK. „Völlig verängstigte Stiere werden mit Speeren durchbohrt und erstochen. Es ist an der Zeit, dass Pamplona diese Form der ‚Unterhaltung‘ – die in Wahrheit nicht mehr ist als der reine Blutrausch – für immer beendet.“

Hintergrund

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht da, um uns zu unterhalten. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass über 100 spanische Städte den Stierkampf bereits verboten haben. Doch in Pamplona werden Stiere nach wie vor mit Elektrostäben und spitzen Stöcken gequält, bevor sie durch die engen Gassen der Stadt schlittern müssen, um schließlich gewaltsam in der Arena getötet zu werden.

In der Arena werden bis zu acht Männer auf einen Stier angesetzt, stacheln ihn immer wieder an und verletzen ihn mit Dolchen und sogenannten Banderillas, harpunenähnlichen Waffen – so lange, bis der Stier durch den Blutverlust geschwächt ist. Anschließend durchbohrt der Matador das erschöpfte Tier mit einem Schwert und ein Scharfrichter durchtrennt das Rückenmark. Viele Stiere sind zwar gelähmt, aber noch immer bei Bewusstsein, wenn sie an Ketten befestigt und aus der Arena gezerrt werden.

PETA UK und andere Tierschutzorganisationen protestieren seit Langem gegen das jährlich in Pamplona stattfindende Blutbad. Beim letztjährigen San Fermín wurden Mitglieder der Vegan Strike Group von Beamten weggebracht, nachdem sie in eine Arena sprangen und einen Stier abschirmten, der aus seinen Stichwunden blutend im Sterben lag.

 

 

 

 

 

 

Quelle: PETA