Jagdgatter am Grazer Hauptplatz: Zuchttiere für die Jagd

Martin Balluch, VGT-Obmann: „Wir fordern ein absolutes Verbot, Zuchttiere für die Jagd zu halten und auszusetzen. Tiere sind keine Schießbudenfiguren!“

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Jagdgatter am Hauptplatz in Graz: AktivistInnen vom VGT „spielen“ vom Hochsitz aus erschossene Tiere.                                                                                        Fotocredit: (c) vgt.at

5 von 9 Bundesländern in Österreich erlauben die Gatterjagd, in der Steiermark ist sie verboten. Doch das hindert viele Betriebe nicht, Wildschweine für die Jagd in anderen Bundesländern zu züchten. Zig Tausende Schweine werden so jährlich in der Steiermark aufgezogen und dann mit Tiertransportern in die Jagdreviere im Burgenland und nach Niederösterreich gebracht.

Das steirische Jagdgesetz erlaubt eine solche Praxis, sogar das Aussetzen solcher Zuchttiere in Jagdrevieren in der Steiermark. Dabei sind viele dieser Schweine Mischungen zwischen Wild- und Hausschwein, um möglichst zahme Tiere zu erhalten, die sich in größerer Intensität in abgeschlossenen Räumen halten lassen.

Zusätzlich importieren zahlreiche JägerInnen insbesondere Fasane, aber auch Stockenten und Rebhühner in die Steiermark, um sie hier in Fasanerien zu halten und dann für den Jagdspaß auszusetzen. Diese Zuchttiere sind völlig hilflos und in der freien Wildbahn nicht überlebensfähig. Deshalb werden sie möglichst knapp vor der Jagd ausgesetzt und mit Futter im Revier gehalten. 10 Euro kostet ein Zuchtfasan aus der Massentierhaltung im Handel, um ihn mit großen Tiertransporten in die Steiermark zu bringen.

Um diese Jagdpraxis auf Zuchttiere an die Öffentlichkeit zu bringen, baute der VGT heute am Hauptplatz in Graz ein Jagdgatter mit lebensechtem Jagdstand auf. Von diesem schossen Josef Pröll und Alfons Mensdorff-Pouilly auf 6 nackte AktivistInnen mit Tiermasken, deren Körper schwere Wunden zeigte. VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort: „Wir fordern ein absolutes Verbot, Zuchttiere für die Jagd zu halten und auszusetzen. Tiere sind keine Schießbudenfiguren, ein derartiger Umgang mit ihnen ist mit dem Staatsziel Tierschutz inkompatibel. Die SPÖ hat vor der Wahl eine Reform des steirischen Jagdgesetzes nach Tierschutzgesichtspunkten versprochen. Wir sind sofort bereit, an dieser dringend notwendigen Reform mitzuarbeiten!“

 

Quelle: vgt.at


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