Kadenbach: Auch in der Kaninchenzucht darf das Tierwohl nicht länger ignoriert werden

 

SPÖ-Abgeordnete fordert artgerechte Mindeststandards in der EU

Karin Kadenbach, Chefverhandlerin der Europäischen Sozialdemokraten für das Thema.                                                                                            Foto: (c) SPÖ / CC BY-SA 2.0

Wien – „Mastkaninchen werden in vielen EU-Staaten noch immer vorwiegend in Drahtgitterkäfigen gehalten. Dabei haben sie oft nur den Platz von zwei DIN A4-Blättern zur Verfügung, das ist grausam und verursacht großes Tierleid. Im Gegensatz zur Hühner-, Schweine- und Kälberhaltung gibt es für die Kaninchenzucht keine einheitlichen europaweiten Mindeststandards – hier muss endlich etwas im Sinne des Tierwohls geschehen“, fordert Karin Kadenbach, Chefverhandlerin der Europäischen Sozialdemokraten für dieses Thema.

„Österreich ist beim Tierschutz Vorreiter in Europa, auch beim Schutz von Kaninchen sind wir vorbildlich. Bei uns ist etwa die konventionelle Käfighaltung bereits verboten. Mastkaninchen dürfen nur in Buchten und Freigehegen gehalten werden und können so artgerecht in Gruppen gemeinsam leben“, führt Kadenbach aus.

Der heute im Agrarausschuss beschlossene Initiativantrag sieht eine schrittweise Abschaffung der konventionellen Käfighaltung vor und fordert die Kommission auf, existierende Gesetze auf EU-Ebene zu harmonisieren. Leider wurde die Forderung nach einem Gesetzesvorschlag für verbindliche europaweite Minimalstandards knapp abgelehnt. 75 Prozent der Kaninchenzucht in der EU findet in Frankreich, Italien und Spanien statt. Vor allem von diesen Ländern gab es Vorbehalte gegenüber europaweiten Mindeststandards, da sie dadurch eine Erhöhung der Produktionskosten für Kaninchenfleisch befürchten.

 

 

 

 

 

 

Quelle: SPÖ Europa.AT

 

 


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