Kaufland bis 2025 weltweit ohne Käfigeier

 

Be vegan! Porträtfoto von Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung.

Mahi Klosterhalfen – Geschäftsführender Vorstand der Albert-Schweitzer-Stiftung.                                                                     Fotocredit: (c) Timo Stammberger

Der Lebensmitteleinzelhändler Kaufland wird bis spätestens 2025 weltweit in allen Filialen den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung beenden. Dies teilte das Unternehmen der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt mit, die zu diesem Schritt angeregt hatte. »Die Entscheidung von Kaufland bringt Bewegung in den Käfigei-Ausstieg in Osteuropa und zeigt, dass Käfigeier keine Zukunft haben«, kommentiert Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Stiftung.

Kaufland wird bis spätestens 2025 die für Deutschland geltende Selbstverpflichtung auch in den übrigen Ländern umsetzen und international auf Eier aus alternativen Haltungsformen umstellen. Neben Schaleneiern betrifft dies auch verarbeitete Eier in Eigenmarkenprodukten.

In Deutschland hat Kaufland bereits im Jahr 2010 aufgehört, mit Käfigeiern zu handeln. Zudem verzichtet das Unternehmen seit einigen Jahren auch in verarbeiteten Eigenmarkenprodukten auf die Verwendung von Käfigware. Die relativ lange Umstellungsfrist auf internationaler Ebene ist in Anbetracht der Tatsache zu werten, dass in den meisten Ländern derzeit erst wenige Eier in alternativen Haltungsformen produziert werden und auch noch kein anderer Lebensmitteleinzelhändler Käfigeier ausgelistet hat.

Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, begrüßt insbesondere auch den Beschluss, verarbeitete Eier mit einzubeziehen: »Es ist sehr erfreulich, dass Kaufland bei seinem Käfigei-Ausstieg auch Eigenmarkenprodukte berücksichtigt. Für Osteuropa setzt das Unternehmen mit seiner Entscheidung wichtige Impulse.«

Klosterhalfen weist darauf hin, dass auch die alternativen Haltungsformen aus Tierschutzsicht Mängel aufweisen: »Zumindest können die Hennen dort aber mehrere ihrer Grundbedürfnisse ausleben – in der Käfighaltung bleibt ihnen das praktisch vollständig verwehrt.«

Kaufland ist mit über 1.230 Filialen in Deutschland, Tschechien, Polen, Kroatien, Bulgarien, der Slowakei und Rumänien aktiv. Eine offizielle Mitteilung zum Käfigei-Ausstieg hat das Unternehmen hier veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung

 

 


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