Kreisveterinäramt Bottrop gehört zu den tierfreundlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2014

Go vegan!

Gans mit eingewachsener Angelschnur: Bottrop August 2014.           Fotocredit: (c) PETA Deutschland

Vorbildlicher Einsatz für Tiere: Zum Jahresbeginn veröffentlicht PETA Deutschland e.V. heute eine Rangliste der besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2014. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden. Unter den als am besten bewerteten befindet sich auch das Kreisveterinäramt Bottrop:

Verstärkte Kontrollen des Veterinäramtes

Im Juli 2014 meldete PETA der Behörde Wildgänse mit eingewachsenen Angelleinen im Bottroper Angelparadies zur Grafenmühle. Das Veterinäramt führte daraufhin verstärkte Kontrollen durch und wies den Teichaufseher sowie den Teichbetreiber an, sich der Problematik anzunehmen und künftig verletzte Tiere tierärztlich versorgen zu lassen. Aufgrund dieses vorbildlichen Engagements für den Tierschutz wählte PETA die Behörde auf die Liste der fünf tierfreundlichsten Veterinärämter des Jahres 2014. Die Tierrechtsorganisation fordert alle Amtsveterinäre und Behörden dazu auf, jede Missstandsmeldung ernst zu nehmen und dem Tierschutz insgesamt einen höheren Stellenwert einzuräumen.

„Das Veterinäramt in Bottrop war zur Stelle, als es darum ging, die Qual von Wildgänsen zu verhindern“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Wir hoffen, dass andere Behörden diese Leistung als Ansporn nehmen und sich im kommenden Jahr ebenso engagiert für Tiere einsetzen.“

PETA erstattete Anzeige

Ein Augenzeuge hatte PETA über die verletzten Wildgänse im Angelparadies zur Grafenmühle informiert, woraufhin die Tierrechtsorganisation den Fall dem Veterinäramt meldete und Anzeige gegen die Verantwortlichen des Angelparks erstattete. Die Vögel hatten sich in zurückgelassenen Angelschnüren verheddert und konnten sich aus eigener Kraft nicht aus den Knoten befreien. Die Behinderung war so stark, dass sich die Tiere nur noch humpelnd bewegen konnten; bei einigen Vögeln wuchsen die Schnüre mit der Zeit sogar in die Beine ein.

Die Tierrechtsorganisation steht täglich in Kontakt mit Veterinärbehörden, um Tierschutzmissstände und Fälle von Tiermissbrauch zu melden und zu verfolgen. Dabei konnte die Organisation 2014 in kooperativer Zusammenarbeit mit Amtstierärzten in vielen Fällen sehr gute Erfolge für die Tiere erzielen. Von zahlreichen Veterinärbehörden jedoch werden das Tierschutzgesetz bzw. die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nur unzureichend umgesetzt.

Seit 2012 kürt PETA jährlich die aus Tierschutzsicht negativ oder positiv aufgefallenen Veterinärbehörden.

 

 


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