„Lebensader Flüsse“: am 22. April ist „Earthday“

Es ist allerhöchste Zeit, etwas zu ändern.

Neu denken für die Zukunft.

Lebensader Flüsse: das ist das Motto des Earthday am 22. April 2014. Flüsse, sind Lebensraum und sauberes Wasser überlebenswichtig. Flüsse sind als Teil der Infrastruktur bedeutende Wirtschaftsfaktoren und bieten Standortvorteile. Wasserreiche Städte bieten eine deutlich höhere Lebensqualität: für Menschen und Tiere. Das Trinkwasser jedoch ist in Deutschland stark mit Nitrat belastet und Flüsse werden von der intensiven Landwirtschaft (z.B. Gülle) und industriellen Abwässern weiter verschmutzt. 

Am diesjährigen Earthday sollen all diese Aspekte erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht werden und es soll die herausragende Bedeutung des Wassers für das Leben auf der Erde hervorgehoben werden. Dem Schutz eines unserer kostbarsten Güter, dem Wasser, gebührt allerhöchste Aufmerksamkeit.

Wasser ist eine knappe Ressource

Jeder einzelne ist aufgefordert äußerst sensibel mit dieser Ressource umzugehen. Das ist auch ein Sache der Haltung, denn bei der weltweit allgemein üblichen Verschwendung, ist man doch manchmal versucht zu sagen – ist doch sowieso egal. Nein, das ist es nicht. Dein Denken, Dein Handeln, Deine Meinung, Deine Stimme: damit beginnt der Wandel. Sei solidarisch. Alle Menschen sollten ein Recht auf eine saubere Umwelt haben. Dazu gehört zuallererst auch sauberes Wasser. Leider ist es oft so, dass sich die Menschen, die Geld haben, knappe Ressourcen leisten können. Menschen mit weniger Geld hingegen nicht. Eine intakte und schöne Umwelt zählt heute schon zu diesen knappen Ressourcen. Wie lange soll das noch so weitergehen?

Profitgier ist Ursache für Zerstörung

Der „Earthday“ bietet eine gute Gelegenheit, konsequenteren Umweltschutz und mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der natürlichen Ressourcen einzufordern: beides auf globaler Ebene. Die Ressource „gesunde Erde, gesunde Umwelt“ gehört allen. Es kann nicht länger einfach hingenommen werden, dass die Unternehmen, die schier unglaubliche Profite aus der Ausbeutung der Natur generieren, dies auf Kosten der Allgemeinheit praktizieren. Die Lebensräume von Pflanzen, Tieren und Menschen werden dabei rücksichtslos zerstört. Die Schwächsten und Armen zahlen zuerst und oft den höchsten Preis: sie zahlen mit ihrem Leben. Dabei kann ein gerechtere Welt sehr gut wirtschaftlich „funktionieren“. Das, was wir derzeit erleben, ist nicht wirtschaftlich. Profitabel für einige, aber nicht wirtschaftlich.

Teure Erkenntnis

Wer ein bisschen recherchiert oder auch auf der Webseite „www.earthday.de“ nachliest, findet mehr bedeutende Aspekte, die von dem wertvollen Lebensraum Fluss stark beeinflusst werden: das Klima, die biologische Vielfalt, Hochwasserschutz u.a.. Letzteres gilt für natürliche Flussläufe mit einer nicht durch Begradigung beschleunigten Fließgeschwindigkeit und für Flussläufe mit natürlichen Überflutungsflächen: den Flussauen. Nachdem jahrzehntelang Flüsse begradigt worden sind, bemüht man sich zusehends darum, den Flüssen wieder ihr ursprüngliches „Bett“ zu geben. Die Erkenntnis, dass es so besser ist, musste schmerzhaft und teuer bezahlt werden. Erinnern wir uns nur an die Hochwasser-Katastrophen der letzten Jahre.

Wissenschaft kein geeigneter Schrittmacher

Es wird wirklich Zeit, dass wir anders denken. Die Wissenschaft hat hier als Schrittmacher ausgedient und muss abgelöst werden. Wir brauchen ein an den natürlichen Prozessen und Verhältnissen der Natur orientiertes praktisches Handeln – im Sinne eines Hegens im Sinne eines Zulassens mit maximal reduzierten Eingriffen.

Die Geschichte des Earthday beginnt. Der US-Senator Gaylord Nelson hatte die Idee an Universitäten und in Schulen : einen Aktionstag für die Erde zu veranstalten. Daraus wurde in kürzester Zeit ein weltweit beachteter Aktionstag, an dem viele Millionen Menschen aktiv teilnehmen.

 

 

Logo: (c) www.earthday.de

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.