Mit hoch ansteckendem tödlichem Virus infizierte Hasen aus Versuchslabor entflohen

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Im Ernstfall ein Albtraum: wenn Hasen, die mit einem tödlichen Virus infiziert sind, aus einem Labor ausbrechen.  Fotoquelle: www.agstg.ch

Aus einem Versuchslabor sind am 28.03.2015 zwei Hasen, die mit einem äußerst gefährlichen, hoch ansteckenden Virus infiziert sind, entflohen. Die Hasen flüchteten, von «bewaffneten» Tierversuchs-Experimentatoren verfolgt, durch die Straßen von Zug. Die Bevölkerung war zu jeder Zeit gefährdet. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) protestierte heute in Zug mit dieser Aktion, um damit eine weitere große Gefahr von Tierversuchen aufzuzeigen.

Die flüchtenden Tiere wurden an verschiedenen Orten in Zentrumsnähe von Zug gesehen. Einige Male wurden sie von den sie verfolgenden Tierversuchs-Experimentatoren fast erwischt, konnten sich aber immer wieder befreien. Die Experimentatoren rannten durch die Strassen und drückten den Passanten Fotos der entflohenen Tiere in die Hand. Dabei warnten sie sie vor den im Versuchslabor aggressiv gemachten Tieren und dem hochansteckenden Virus, mit dem diese infiziert wurden. Sie rieten den Passanten eindringlich, auf keinen Fall zu versuchen, die Tiere selbst einzufangen. Das «Rätsel» dieser Aktion wurde schnell aufgelöst. Auf der Rückseite der Fotos war ein Informationsflyer zum Thema Tierversuche angeheftet.

Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG:

«Die AG STG zeigt immer wieder die medizinisch-wissenschaftlichen Risiken und Gefahren der Tierversuchsforschung auf. Mit dieser Aktion thematisieren wir eine weitere gefährliche Facette dieser Forschung. Was passiert, wenn ein von Menschen entwickeltes tödliches Virus aus dem Labor entkommt?», fragt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert scharf: «In Labors werden extrem gefährliche Viren u.a. als Kriegswaffen entwickelt. Und auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen gross sind, gibt es trotzdem keine absolute Sicherheit, dass ein solches Virus das Labor nicht plötzlich verlässt».

Viren als potentielle Biowaffen

Kurzzeitig gab es ein teilweises Moratorium für die Erforschung von sogenannten «Killerviren». Was in den Biotech-Labors erforscht wird, erfährt die Öffentlichkeit leider selten. Eine Ausnahme waren 2012 die Experimente, die der Grund für das Moratorium wurden. Forscher der Universitäten Rotterdam und Wisconsin (Madison) veränderten das Vogelgrippe-Virus so weit, dass es absolut tödlich wurde und allein durch die Luft leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Der Grund für die Entwicklung solcher Viren sei, sich möglicherweise besser auf unvorhergesehene weitere Pandemien vorzubereiten. Die Viren können aber auch als potentielle Biowaffen eingesetzt werden, mit denen man in kürzester Zeit Millionen von Menschen töten kann.

Künstliche Mutationen helfen nicht

Niemand kann wirklich sagen, was passiert, wenn solch ein «Killervirus» aus dem Labor entweichen würde. Renommierte Wissenschaftler sagen, dass man sich mit künstlichen Mutationen kaum auf eine Pandemie vorbereiten könne, da man ja nicht voraussieht, wie ein Virus in der Natur mutiert und sich verbreiten wird.
Die AG STG fordert, dass sich die Forschung darauf konzentriert, Menschen, Tiere und die Natur zu schützen, und nicht darauf, immer noch gefährlichere Krankheiten und Viren als potentielle Kriegswaffen zu entwickeln.
Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Quelle: www.agstg.ch


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