Mutmaßliche Tierquälerei im Schlachthof Mannheim beim Veterinäramt angezeigt

MENSCHEN FÜR TIERRECHTE fordern Kameraüberwachung und Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs

Be vegan!

Fleisch steht für brutalste Ausbeutung, Blut, Schmerz und qualvolles Sterben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Foto: (c) vp.de

Mutmaßliche Tierschutzverstöße im FVZ Mannheim: beim Landesverband MENSCHEN FÜR TIERRECHTE mit Sitz in Stuttgart gingen diese Woche ernst zu nehmende Hinweise ein, denen zufolge ein Mitarbeiter des Schlachthofs Mannheim „die Tiere schlägt bis sie schreien“. Auch gäbe es Fälle von Fehlbe-täubung: „Sie wachen am Haken wieder auf und leiden unendliche Qualen!“ 

Der Informant möchte anonym bleiben, überzeugte aber durch Kenntnisse, die im Internet nicht einsehbar sind. Selbst die Mitarbeiter seien mit der Behandlung der Tiere nicht einverstanden. Es gäbe zwar viele Veterinäre im Schlachthof, diese würden aber um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Verband bittet um Überprüfung der Vorwürfe

Aufgrund der Hinweise hat der Verein MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. diese mutmaßlichen Missstände dem städtischen Veterinäramt und dem Amt für Verbraucherschutz gemeldet und nachdrücklich um die Überprüfung der Vorwürfe gebeten, sowie um die Umsetzung des folgenden Maßnahmenkatalogs, der Regelverstöße im FVZ Mannheim künftig verhindern soll:

• Kontrollen: Ausweitung der stichprobenartigen Kontrollen auf permanente Beobachtung     durch die Installation von Kameras. Diese sollen den Zutrieb der Tiere, die Betäubung         und   das Schlachten aufzeichnen.

• Abschaffung des Fließbandbetriebs.

• Mitarbeiter: Regelmäßige Mitarbeiterschulungen, konkretere Handlungsanweisungen und   härtere Sanktionen bis hin zu Entlassungen bei Tierquälerei.

• Intensivere Zusammenarbeit zwischen Behörde und Schlachthof.

„Nur die Installation von Kameras kann verhindern, dass Tiere in Schlachthöfen, vor ihrem ohnehin gewaltsamen Tod, noch zusätzlich gequält werden“, so Dr. Tanja Breining, Zoologin des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V..

Der Landesverband setzt sich für die vegane Lebensweise ein und ist Teil der internationalen Kampagne zur Schließung aller Schlachthäuser und der Abschaffung von Fleisch. Seit Januar 2009 wurden mehr als eintausend verschiedene Aktionen auf der ganzen Welt durchgeführt, in mehr als 40 Ländern auf fünf Kontinenten, um die Abschaffung von Fleisch zu fordern. Seit Juni 2012 nehmen immer mehr Länder in den Monaten Juni und Juli an den Märschen zur Schließung aller Schlachthäuser teil. In diesem Jahr hat der Verein bereits vor den Schlachthöfen Pforzheim, Ulm und Göppingen demonstriert.

 

 

 

Quelle: Menschen für Tierrechte Tierversuchsgegener Baden-Württemberg


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