Neuer Fleischatlas 2014: Ist Ernährung Privatsache?

Quelle: "CC-BY-SA Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde Diplomatique"

Quelle: CC-BY-SA Heinrich-Böll-Stiftung, BUND,    Le Monde Diplomatique

Im neuen Fleischatlas 2014 von BUND, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique werden die wichtigsten Informationen und Fakten zur Industrie der globalen Fleischproduktion veröffentlicht.

Ihr könnt den neuen 52-seitigen Fleischatlas hier (Böll-Stiftung) kostenlos runterladen. Diesen Link findet ihr am Ende dieses Textes nochmal.

In dem Atlas heißt es: „Ernährung ist nicht nur Privatsache“. Denn, die Fleischproduktion hat Auswirkungen in viele Lebensbereiche der Menschen. Am augenfälligsten ist sicher der Landverbrauch, dem jedes Jahr ganze Landstriche geopfert werden. Menschen, die auf solchen „Planfächen“ leben, werden umgesiedelt oder einfach vertrieben. Wer dagegen protestiert wird bedroht oder auch ermordet. Regenwälder werden gerodet um Anbauflächen für Tierfutter zu schaffen. Heutzutage wird ein Großteil allen geernteten Getreides in die Aufzucht- und Mastbetriebe in der Kette der Fleischproduktion geliefert.

Ein weiterer Aspekt: der enorme Wasserverbrauch. Für ein Kilogramm Fleisch werden ca. 15.000 Liter Wasser benötigt. Das ist ein Vielfaches (oft deutlich mehr als das Zehnfache) dessen, was für pflanzliche Nahrungsmittel nötig ist. Grundwasser wird mit chemischen Substanzen, wie: Düngemitteln, Herbiziden, Insektiziden, Medikamenten wie Antibiotika verschmutz, verseucht und immer mehr unbrauchbar gemacht. Das ist nicht nur in armen Regionen dieser Welt so. Das gilt verstärkt für die Schwellenländer, aber natürlich auch bei uns.

Kurz: die Natur und Umwelt wird rasend schnell zerstört. Das betrifft jeden Menschen.
Kann also Ernährung reine Privatsache?

Der ethische Aspekt: Tiere sind fühlende Wesen. Meine Meinung: artgerechte Tierhaltung zur fleisch- und Milchproduktion kann es in der Massentierhaltung gar nicht geben. Und Tierhaltung mit dem Ziel, die Tiere am Ende zu töten, ist „human“ nur im Sinne von „menschengemacht“, aber nicht „menschlich“, wie wir den Begriff gemeinhin verstanden wissen wollen.

Du kannst den neuen Fleischatlas hier (Böll-Stiftung) heruntergelden.

Kommentar:
taz.de
ausführliche Berichte:
welt.de
tagesschau.de
stern.de
„edie.net“ (english)

 

Quellenangabe Grafik: „CC-BY-SA Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde Diplomatique“
Creative Commons Lizenz (Text)

 


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