Niedersachsen ebnet Weg für kommunale Katzenschutzverordnungen

 

Tierschutzorganisation TASSO begrüßt Maßnahme im Kampf gegen Katzenelend

Be vegan!

Die neue Verordnung soll dafür sorgen, dass es auch freilaufenden Katzen gut geht.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Fotocredit: © TASSO e.V. / Silke Steinsdörfer

Sulzbach/Ts. – Die niedersächsische Landes-regierung hat am 31. März 2017 mit einer Subdelegations-verordnung die Kommunen dazu ermächtigt, in ihrem Gebiet auf tierschutzrechtlicher Grundlage eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen vorzuschreiben. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. begrüßt diese Maßnahme der Landesregierung zur Eindämmung des Katzenelends ausdrücklich.

„Katzenschutzverordnungen sind elementarer Bestandteil unserer Forderungen im Kampf gegen das Leid der Streunerkatzen“, sagt Dr. Cristeta Brause, Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO. Das Leid der verwilderten Hauskatzen sei ein großes Tierschutzproblem in Deutschland, dessen sich auch die Politik annehmen müsse, so Cristeta Brause weiter.

Schätzungsweise 200.000 Streunerkatzen leben in Niedersachsen. Sie sind die Nachkommen von ursprünglich zurückgelassenen, ausgesetzten oder entlaufenen Hauskatzen. Diese Katzen führen draußen allein auf sich gestellt einen harten Überlebenskampf und leiden unter Hunger, Kälte, Krankheiten, Parasitenbefall und Verletzungen.

Kommunale Katzenschutzverordnungen müssen folgen

„Ein Kernproblem ist die unkontrollierte Vermehrung der Streunerkatzen; denn diese verschlimmert das Tierelend fortwährend“ erläutert die Katzenschutzexpertin.
Da sich auch unkastrierte Hauskatzen mit Freigang mit den Streunerkatzen vermehren und so zur Verschärfung des Problems beitragen, hat der Gesetzgeber 2013 durch Einfügen eines §13b in das Tierschutzgesetz die Länder ermächtigt, per Verordnung den unkontrollierten Freigang fortpflanzungsfähiger Hauskatzen zu regeln. Mit solchen Katzenschutzverordnungen können Tierbesitzer verpflichtet werden, ihre Freigängerkatzen kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen.

„Die meisten Bundesländer haben ebenfalls per Landesverordnung den Paragraf 13b des Tierschutzgesetzes umgesetzt“, so Cristeta Brause. „Nun hoffen wir, dass die Städte und Gemeinden in Niedersachsen von dem tierschutzrechtlichen Instrument Gebrauch machen und kommunale Katzenschutzverordnungen erlassen.“

 

 

 

 

 

Quelle: TASSO e.V.

 

 


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