Österreich: VGT kritisiert das Vorgehen von Landesrätin Dunst zu neuem Burgenländischen Jagdgesetz

 

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Wirkunsgslos für die Bestandsdichte , unnötiger Stress für die Tiere: im neuen Burgenländischen Jagdgesetz gehören Jagdgatter immer noch zur traurigen Realität.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Fotocredit: (c) vgt.at

Nachdem der VGT seine gut fundierte Kritik an der feudaljagdlichen Praxis auf ausgesetzte oder eingesperrte Zuchttiere vorgebracht hatte, zeigte die neue burgenländische Landesregierung eine Bereit-schaft, das Jagdgesetz zu reformieren. Nach gut einem Jahr wurde heute – offenbar ohne Absprache mit Koalitions-partner oder Opposition, geschweige denn mit Tier- oder Umweltschutzorganisationen – ein Vorschlag im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlich-keit präsentiert.

Wirkunsgslos für die Bestandsdichte , unnötiger Stress für die Tiere: im neuen Burgenländischen Jagdgesetz gehören Jagdgatter immer noch zur traurigen Realität.
Weder Absprache mit Koalitionspartner oder Opposition, noch mit Interessensverbänden im Tier- und Umweltschutz; Maßnahmen gegen Jagd auf Zuchttiere viel zu zahnlos

Der VGT kritisiert, dass in die Entstehung des Gesetzes, im Rahmen einer von SPÖ-Landesrätin Verena Dunst gegründeten ARGE Jagd, in „guter“ alter ÖVP-Tradition, obwohl die ÖVP gar nicht mehr in der Landesregierung sitzt, die Landwirtschaft und die Jägerschaft einbezogen wurden, nicht aber andere Interessensverbände, namentlich die von Tierschutz, Umweltschutz oder der Ökojagd.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Zwar durften wir unsere Ideen vorbringen, aber darin erübrigt sich doch nicht der demokratische Prozess. Lediglich mit der Jägerschaft und der Landwirtschaft, aber nicht mit der anderen Seite, dem Umwelt- und Tierschutz, zu sprechen, ist Scheuklappendenken. Das ist leider typisch provinzielles Freunderlwirtschaft-Österreich. Wie soll sich eine moderne, adäquate Gesetzgebung entwickeln, wenn die Zivilgesellschaft ausgeschlossen wird?“

Und weiter: „Die Jagd auf ausgesetzte Fasane, Rebhühner und Enten ist reine Tierquälerei und ohne jeden Sinn. Ein Paradigmenwechsel in der Jagd, wie er von Landesrätin Dunst angekündigt worden ist, hätte dem ein Ende bereiten müssen. Ebenso kann, im Gegensatz zur Ansicht von Frau Dunst, die Gatterjagd sehr wohl verboten werden, wie ein fachliches Gutachten eines Verfassungsrechts-Uniprofessors beweist, siehe Gutachten zur Jagd auf Zuchttiere. Dieses neue Jagdgesetz ist also mit einem modernen Tierschutzgedanken nicht vereinbar!“

 

 

 

 

Quelle: vgt.at