Osterbäckerei ohne Ei mit herzhaftem Rezepttipp von VEBU-Köchin Marketa Schellenberg

Go vegan!

Brandteigwindbeutel mit pikantem Hummus
Fotocredit: (c) VEBU

Ostern? Backen? Ja, es ist wieder soweit, die Osterbäckerei geht in Betrieb. Die Backfreunde unter euch haben sich bestimmt schon das eine oder andere Rezept ausgewählt und beiseite gelegt. Sicher weißt Du, dass für jedes Ei Hühner ausgebeutet werden und jedes Jahr über 50 Millionen männliche Küken getötet werden, weil sie keine Eier legen und daher nicht gebraucht werden. Da kannst du schon ins Grübeln kommen. Statt zu grübeln, kannst Du auch ganz einfach Deine Zutatenliste ändern und statt Ei eine pflanzliche Alternative nutzen. Dazu gibt der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) einige Tipps:

Reife Banane
eignet sich gut für Kuchen. Banane zerdrücken und in den Teig einrühren. Die Banane schmeckt im Gebäck leicht vor. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.
Stärkemehl und Sojamehl
wird mit Wasser angerührt und eignet sich für Kuchen und Gebäck. Besonders Sojamehl kann einen charakteristischen Nachgeschmack hinterlassen. Ein Esslöffel Mehl ersetzt ein Ei.
Apfelmus
eignet sich sehr gut für Muffins und feuchte Teige. Der Apfelgeschmack geht beim Backen fast vollständig verloren. Drei Esslöffel Apfelmus ersetzen ein Ei.
Ei-Ersatzpulver
Das fertige Bindemittel besteht hauptsächlich aus Maisstärke und Lupinenmehl und wird mit Wasser angerührt. Es eignet sich ideal für leichtes Gebäck, Kuchen oder Bratlinge. Ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser gemischt ersetzen ein Ei. Ei-Ersatzpulver ist in Reformhäusern, Bioläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Leinsamen
Leinsamen eignen sich besonders für Vollkorn-Gebäck. Zwei Esslöffel gemahlener Leinsamen mit drei Esslöffel Wasser vermengt, ersetzen ein Ei.

Selber machen ist am sichersten

Häufige Lebensmittelskandale und der industrielle Missbrauch von Tieren, hier im Speziellen Hühnern, für die Lebensmittelindustrie lässt viele Verbraucher umdenken. Besonders in verarbeiteten Produkten wie Kuchen und Gebäck verstecken sich oft Eier aus sogenannter „Kleingruppenhaltung“, einer besonders qualvollen Form sogenannter „Nutztier“-haltung. „Dabei ist es heute ganz einfach, ohne Eier zu kochen und zu backen. Erst mag es komisch anmuten, eine jahrelang gelebte Praxis beim Backen mit Ei zu ändern. Nach dem ersten veganen Apfelkuchen ist man neugierig, nach einem Käsekuchen überzeugt und nach der ersten rein pflanzlichen Donauwelle wundert man sich, überhaupt je ein Ei beim Backen verwendet zu haben“, so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland).

Oster-Rezepttipp von der VEBU-Köchin Marketa Schellenberg:

Go vegan!

Brandteigwindbeutel zum Oster-Brunch
Fotocredit: (c) VEBU

herzhafte Brandteigwindbeutel mit pikantem Tomatenhummus

Angaben für 30 Stück

Brandteig:

20 g Chiasamen
50 g Mandeln
400 ml Wasser
250 ml Sojadrink
50 g Margarine
110 g Maisvollkornmehl
110 g Weizenmehl
10 g Zucker
1 Msp Brotgewürz
Salz

 

Hummus:

500 g Kichererbsen (Dose, Ware abgetropft)
80 ml Olivenöl
40 g Tahin (Sesammus)
50 g weiche Tomaten eingelegt in Öl oder getrocknete Tomaten in Orangensaft eingeweicht (abgetropft)
Saft von einer Zitrone
2 Zehen Knoblauch
1 EL Chiliöl
10 g Oregano getrocknet
Salz, Pfeffer

Zubereitung: Chiasamen zusammen mit Mandeln in einem Hochleistungsmixer fein mahlen. Wasser zugeben und auf höchster Geschwindigkeitsstufe aufmixen. Masse in ein Schälchen umfüllen und 10-15 Minuten quellen lassen. Sojadrink mit Margarine aufkochen. Salz, Zucker und Brotgewürz zugeben. Maisvollkornmehl mit Weizenmehl vermischen und in einem Schub in die kochende Flüssigkeit einrühren. Die Masse unter ständigem Rühren abbrennen, bis sich auf dem Topfboden eine Kruste gebildet hat und die Masse zu einem kompakten Kloß geworden ist. Brandmasse aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen. Handrührgerät mit Knethaken bereitstellen. Die aufgequollene Chia-Mandelmasse in die Brandmasse einarbeiten. Backofen auf 200°C vorheizen. Backpapier auf die Backbleche legen. Fertige Brandteigmasse in einen Spritzbeutel füllen und auf das Backpapier kleine Windbeutel drapieren. In dem vorgeheizten Ofen ca. 20-25 Minuten backen, je nach Größe der Windbeutel. In den ersten 15 Minuten den Backofen nicht öffnen! Die Windbeutel sind fertig, wenn sich die Oberfläche leicht braun färbt und das Gebäck sich beim Abheben leicht anfühlt. Auf dem Blech abkühlen lassen, danach in einer gut schließenden Dose aufbewahren. Alle Zutaten für den Hummus in einen Hochleistungsmixer geben und zu einer feinen Paste mixen, kräftig abschmecken. Vor dem Servieren die Windbeutel in der Mitte quer durchschneiden und den gut gewürzten Tomatenhummus mit einem Dressierbeutel mit glatter Tülle hineinspritzen. Mit Paprikarauten und Petersilie garnieren, auf einem Salatblatt anrichten. Am besten ein bis zwei Stunden im Voraus zubereiten, so dass sich der Geschmack von den Windbeuteln mit dem Hummus gut vereint.

Einen „Eifrei-Rührei-Rezept“ gibt es auf der VEBU-Webseite

 


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