Zu Ostern: wo verstecken sich tierliche Inhaltsstoffe?

Go vegan!

V-Label vom VEBU: geprüft und verbindlich.

Vegan und vegetarisch lebende Menschen „studieren“ oft Etiketten an Lebensmittel-Verpackungen. Das ist kein geliebtes Hobby, sondern schlicht notwendig. Dennoch besteht ein Risiko: z.B. Hilfsstoffe (Gelatine bei Säften), die in der Herstellung verwendet werden und gar nicht angegeben werden. Leider gibt es zur Kennzeichnung vom Gesetz-geber immer noch keine rechtlich bindenden Vorschriften. Ein verlässliches Label bietet der VEBU.

Gummibärchen enthalten Schlachtreste? Rotkohl aus der Tiefkühltruhe wird mit Schweineschmalz verfeinert? Ein Farbstoff aus Läusen macht Limonade rot? Das Suchen nach tierlichen Inhaltsstoffen auf der Zutatenlisten von Lebensmitteln gleicht oft einem Versteckspiel.

Läuse färben Limonade rot

Karmin oder auch Cochenille (E120) wird beispielsweise zum Färben von Konfitüren, Marmeladen, Süßigkeiten, Joghurt, Limonaden und Spirituosen verwendet. Der rote Farbstoff wird aus getrockneten Scharlach-Schildläusen gewonnen.

Gelatine als Binde- und Geliermittel

Gelatine wird als Binde- und Geliermittel in Süßigkeiten wie Gummibärchen und in vielen Süßspeisen verwendet. Der Schokopudding im Supermarkt enthält meist den aus Schlachtresten und Knochen hergestellten Rohstoff. Auch Kuchen und Torten enthalten oft Gelatine. Säfte und Weine werden unter Umständen mit Gelatine geklärt.

Schweineschmalz in Tiefkühlprodukten

In Tiefkühlrotkohl kann Schweineschmalz als Aromastoff verwendet werden.

Vermeintlich vegetarische und vegane Produkte enthalten Zutaten tierlichen Ursprungs oder wurden mithilfe von sogenannten Produktionshilfsstoffen hergestellt – beides ist für die Verbraucher oft nicht eindeutig erkennbar, .

VEBU informiert Lebensmittelhersteller

In Deutschland leben derzeit rund sieben Millionen Menschen vegetarisch und 800.000 vegan. Die Verbraucher verlangen Klarheit beim Einkauf. Sebastian Zösch, der VEBU-Geschäftsführer, erläutert: „Verbraucher wollen keine versteckten, tierischen Inhaltsstoffe wie Gelatine in vermeintlich vegetarischen Lebensmitteln. Zu diesem Ergebnis kam eine Befragung. Viele Verbraucher sind überrascht, in wie vielen Produkten Zutaten tierischen Ursprungs stecken“. Zösch sagt weiter, „der VEBU informiert die Hersteller über pflanzliche Alternativen und setzt sich dafür ein, dass Anbieter die Zusammenstellung der Inhaltsstoffe überdenken und ändern.“

Einige Hersteller reagieren auf die Vorschläge und ersetzen die tierlichen Zutaten mit pflanzlichen Alternativen. Gelatine lässt sich einfach durch Pektin, Agar-Agar oder Johannesbrotkernmehl ersetzen.

Sicherheit beim Einkauf bietet das V-Label

Das V-Label ist ein international geschütztes Gütesiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln und Produkten. Es gibt das Label als „vegetarisch“ und es gibt das Label als „vegan“. Es wird als Orientierungshilfe auf Verpackungen sowie Speisekarten eingesetzt. Verbraucher können so beim Einkauf oder im Restaurant auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt für sie geeignet ist. Das V-Label wird in Deutschland vom VEBU vergeben. Kauft ein Verbraucher ein Produkt, auf dem das V-Label abgebildet ist, kann er sicher sein, dass er ein vegetarisches oder ein veganes Produkt in der Hand hält.

Der VEBU stellt auf seinen Seiten ausführlich pflanzliche Alternativen vor:

pflanzliche Eialternativen
pflanzliche Milchalternativen
pflanzliche Binde- und Geliermittel

 

Fotocredit/Logo: VEBU/V-Label

 


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