PETA Deutschland e.V. TIERRECHTSREPORT: Recherchen, Tierquälereien und rechtliche Entwicklungen in Deutschland

 

Be vegan!

PETAs Tierrechtsreport erscheint jährlich aktualisiert.                                                                             Cover: (c) PETA Deutschland e.V.

Erfolg lebt von Wahrnehmung. So gesehen hat sich die Diskussion über Rechte für Tiere in den letzten Jahren ganz gut entwickelt. Dem Thema wird inzwischen mehr Platz in den Medien gewürdigt. Dazu passt, dass die Tierrechtsorganisation PETA in 2015 den ersten Tierrechtsreport herausgegeben hat. Die Redaktion dieses 185 Seiten starken Buches verantwortet Dr. Edmund Haferbeck. Er ist seit 2004 bei PETA und dort zuständig für die Wissenschafts- und Rechtsabteilung.

Unter seiner Leitung wurden in 6 Kapiteln mit jeweils zahlreichen Abschnitten, wesentliche Fakten zur Situation der Tiere in unserer Gesellschaft zusammengetragen. Das geht selbstredend weit darüber hinaus, was sonst üblicherweise in den Medien behandelt wird. Grundlage des vorliegenden Buches sind verdeckte Ermittlungen, politische Hürden, Betrugsfälle, Rechtsbrüche und Gesetzeslücken. So stellt Dr. Haferbeck auch kritisch fest:

„In Sachen Tierrechte ist Deutschland weit davon entfernt, ein Rechtsstaat zu sein. In unserem Land werden Tiere zu zehntausenden in Ställe gepfercht, sie werden für Fleisch, Eier, Milch, Leder oder Pelz ausgebeutet, in Zirkussen misshandelt oder in Versuchslaboren gequält. Dabei betrachtet der Gesetzgeber die intelligenten, leidensfähigen und sensiblen Lebewesen in weiten Teilen noch immer wie fühllose Dinge.“

Die sechs Kapitel des Tierrechtsreports heißen: Bekleidung, Ernährung, Tierversuche, Unterhaltungsindustrie, tierische Mitbewohner, Recht. Jedes Kapitel ist unterteilt in mehrere Abschnitte, z.B. sind das im Kapitel zu den Tierversuchen die Abschnitte: „Max-Delbrück-Centrum und Berliner Charité“, „Grundlagenforschung als Beschäftigungstherapie“, „Betrug in der Wissenschaft“, „Der leidvolle Transport von Primaten zu Tierversuchslaboren in aller Welt / in Deutschland“ und „Tierversuche in der Produktentwicklung“.

Prägnante Informationen

Zu jedem Abschnitt gibt es eine bebilderte Seite gefolgt von prägnanten Informationen über: Stand der Diskussion, verwaltungsrechtliche Möglichkeiten, Gesetzesvorhaben und -entwürfe (z.B. neue Jagdgesetze), gezieltes Engagement von Tierrechts- und Tierschutzorganisationen. In jedem Themenbereich wird dargestellt, wo die Arbeitsschwerpunkte gelegen haben und liegen, welche Forderungen im Einzelnen gestellt werden, welche Erfolge erzielt werden konnten und wie aktuell das Thema in der Politik und Gesellschaft wahrgenommen und diskutiert wird.

Der Redaktion gelingt es erwartungsgemäß, alle wichtigen Aspekte kurz und präzise zu präsentieren. Die einzelnen Kapitel oder Abschnitte können unabhängig voneinander gelesen werden. Das Buch eignet sich als Informationsquelle für ein breites tierrechts-relevantes Spektrum, als auch als Nachschlagewerk, wenn man sich speziell zu einem Themenbereich updaten möchte.

Recherchen und Dokumente

Wer tiefer in einzelne Themen eintauchen möchte, der kann sich über die vielen Links in den umfassenden Quellenangaben breiter aufstellen. Die meisten Fakten und Hintergrundinformationen des Tierrechtsreports stammen aus regelmäßigen PETA- (Undercover-) Recherchen in der Ernährungs-, Bekleidungs- und Unterhaltungsindustrie. Sehr interessant sind dabei auch die Dokumente von Gerichtsprozessen, Gesetzesartikel, wissenschaftlichen Ausschüssen, der Bundesregierung und der EU.

Das manuelle Eingeben der Linkadressen ist zugegebenermaßen etwas umständlich, führt aber auch zum Ziel. Ich würde dennoch das E-Book bevorzugen. Das spart das Druckpapier und ich brauche die Links nur zu kopieren bzw. anzuklicken. Das ist zeitgemäß und sehr praktisch. Außerdem kann ich das E-Book viel einfacher überall mit hinnehmen.

Dass das Thema Tierrechte weiter an Popularität gewinnt, liegt auch an der Beliebtheit der veganen Ernährung. Diese ist übergreifend verknüpft mit anderen wichtigen Themen: Tierrechte, Menschenrechte, Welthunger, Umweltverschmutzung und -zerstörung sowie dem Klimawandel. Das macht wiederum auch das Thema Tierrechte in der alltäglichen, gesellschaftlichen Praxis zugänglicher. Dennoch fehlte es bisher – anders als es das etwa zum Welthunger oder zum Klimawandel bereits seit langem gibt – an einem Jahresreport zur aktuellen Lage der Tierrechte. Diese Lücke wird nun mit dem 2015 begründeten und ab sofort jährlich erscheinenden Tierrechtsreport geschlossen.

Be vegan!

PETAs Tierrechtsreport erscheint jährlich aktualisiert.                                                                           Cover: (c) PETA Deutschland e.V.

PETA Deutschland e.V.
TIERRECHTSREPORT 2015
Recherchen, Tierquälereien und rechtliche Entwicklungen in Deutschland
185 Seiten
ISBN 978-3-7386-1968-3
Auch als E-Book erhältlich unter 978-3-7392-9189-5
Erstveröffentlichung: 22. Juli 2015

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