PETA übt scharfe Kritik an Galopprennwoche in Bad Harzburg: Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot des Pferderennsports in Deutschland

Go vegan!

Galopper vor dem Rennen, währenddessen es häufig zu schwersten Verletzungen kommt.                                                                                                                                                  Fotocredit: (c) Peta Deutschland

Knochenbrüche, Stürze und Herzversagen: Ab kommendem Samstag bis zum 27. Juli finden im Rahmen der Galopprenn-woche auf der Rennbahn in Bad Harzburg über 40 Pferderennen statt. Für zahlreiche Pferde bedeutet dies, dass sie an ihre Höchstleistungsgrenzen getrieben werden – ohne Rücksicht auf ihre Gesund-heit und ihr Wohlbefinden. PETA Deutschland e.V. übt nun scharfe Kritik an dem Wettkampf, der unter der Dachmarke „German Racing“ ausgetragen wird.

Von der Rennbahn zum Schlachter

Gravierende Sehnenschäden oder schwere Stürze sind im Pferderennsport ebenso an der Tagesordnung wie der Tod durch Herzversagen. Häufig führt der permanente Drill, dem die Pferde bereits im jungen Alter ausgesetzt sind, dazu, dass die Tiere schwere Knochenbrüche davontragen und noch auf der Rennbahn getötet werden oder beim Schlachter landen. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Ende von Pferderennen in Deutschland und ruft alle Tierfreunde dazu auf, keine solchen Veranstaltungen zu besuchen.

Wettgewinne sind das Wichtigste

„Tödliche Verletzungen sind bei Pferderennen fast an der Tagesordnung. Systematisch wird dabei gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, denn es ist verboten, einem Tier Leistungen abzuverlangen, denen es nicht gewachsen ist“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Die sensiblen Tiere werden zu ‚Rennmaschinen‘ degradiert und Wettgewinne stehen über dem Wohl der Tiere.“

Sterben für den Rennsport

Pferderennen führen bei den Tieren oftmals zu erheblichem Leid: Allein im Zeitraum von 2011 bis 2013 mussten in Deutschland mehr als 750 Pferde ihr Leben lassen, die für den Galopp- und Trabrennsport benutzt wurden. Häufig gehen bereits zwei- oder dreijährige Pferde an den Start, obwohl sich die Tiere noch im Wachstum befinden. Die Folgen sind Sehnenschäden und Knochenbrüche, da das Skelett und die Sehnen noch nicht richtig ausgebildet sind. Rund 80 Prozent der Trainingsausfälle im Galopprennsport sind auf Lahmheit zurückzuführen. Das Wohl der Pferde spielt häufig keine Rolle, dies zeigt sich am Umgang der Jockeys mit den Tieren. Zum Trainingsalltag von Pferden gehört es, dass ununterbrochen mit der Peitsche auf sie eingeschlagen wird und sie durch den Einsatz von Zungenbändern, Ohrenstöpseln und Scheuklappen gefügig gemacht werden.

 

 


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