PETA veröffentlicht erstmalig Undercover-Videoaufnahmen von Farmen und Schurställen in Australien und in den USA

Go vegan!

Brutale Schafschur in Australien.                                                                                                                                      Fotocredit: (c) PETA USA

PETA appelliert an Modeunternehmen, keine Wollprodukte mehr anzubieten. Die Wollproduktion ist blutig: Rund 2,2 Millionen Tonnen Wolle werden weltweit jährlich produziert. 

PETA USAs internationale Enthüllungen über die Wollindustrie in Australien – 90 Prozent der weltweiten Merinowolle kommen von dort  – und in den USA zeigen, wie  Arbeiter den ängstlichen Schafen brutal ins Gesicht schlagen, sich auf Kopf und Hals der Tiere stellen, sie mit Schurmaschinen stechen und mit einem Hammer rücksichtslos in ihre Gesichter hauen.

Tod durch Genickbruch

Oftmals tragen die Schafe große blutige Wunden davon, die die Arbeiter grob mit Nadel und Faden zusammennähen –  ohne den Tieren vorab Schmerzmittel zu verabreichen. Einige Schafe sterben an den Misshandlungen, die PETA-Recherche zeigt ein Tier, dessen Hals so lange verdreht wurde, bis es durch Genickbruch starb. PETA hat das Video nun an Modehäuser verschickt, die Wolle im Sortiment führen – darunter auch Ralph Lauren, Breuninger und Karstadt – die Unternehmen wurden dazu aufgefordert, den Verkauf aller Wollprodukte einzustellen.

Extremer Stress für Schafe

„Schafe sind sanftmütige Fluchttiere und haben schreckliche Angst davor, zu Boden gedrückt zu werden – trotzdem wurden die Schafe von unbeaufsichtigten  und ungeduldigen Scherern ins Gesicht geschlagen und getreten, es wurde auf ihnen herumgetrampelt und ihre Köpfe wurden auf den harten Boden geschmettert, so dass die Schafe stark gestresst, verletzt und sogar getötet wurden“, so die PETA-Vorsitzende Ingrid E. Newkirk. „PETA bittet mitfühlende Verbraucher weltweit, Tierquälerei abzulehnen – und das heißt, keine Wolle bzw. Wollprodukte zu kaufen.“

Ermittlungen aufnehmen

Die PETA USA-Enthüllungen heben nur einige der extremen Tierquälereien aus 19 verschiedenen Schurställen in Australien sowie auf 14 Farmen in den USA hervor. Allein in Australien beobachteten die PETA USA-Ermittler 70 Arbeiter, die für neun verschiedene Schur-Dienstleister Schafe in Victoria und New South Wales – Australiens top-wollproduzierenden Staaten – und South Australia quälten. Pro Jahr können diese Arbeiter bis zu 4 Millionen Schafe scheren.

Nach Einschätzungen von PETA liegen klare Verstöße gegen die örtlichen Tierschutzgesetze vor. Die Organisation fordert die zuständigen Behörden daher auf, Ermittlungen aufzunehmen und entsprechend Anzeige gegen die Arbeiter zu erstatten. Zu keiner Zeit während der Anwesenheit des Ermittlers wurde ein Arbeiter wegen des groben Umgangs mit den Tieren zurechtgewiesen.

Seit Jahren deckt PETA tierquälerische Realitäten in der Wollindustrie auf: Die Grausamkeiten der wochenlangen Lebendexporte, das sogenannte Mulesing – das Herausschneiden von Hautstücken bei lebendigen Lämmern – und nun der Missbrauch der Tiere bei der Schur.

 

Video und Infos: wolle.peta.de

 

 

Fotocredit: (c) PETA USA

 


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