Petition: Verbraucherschutz – Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten

Go vegan!

Sunny: mein Pelz gehört mir. Helft meinen Schwestern und Brüdern. Kauft keinen Pelz.

Die Petition 47404 fordert den Deutschen Bundestag auf, einen Beschluss zu fassen, der zumindest und ersteinmal eine genaue und deutlich sichtbare Kennzeichnung von Echtpelzen und – Produkten fordert. Die nach EU Recht verpflichtende Kennzeichnung: „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ ist völlig unzureichend.

Die Kennzeichnung muss so aussehen, dass der zukünftige Pelzverbraucher/-TrägerIn beim Pelzkauf sofort sehen kann:

1. welcher Tierart gehörte der Pelz, der in dem Kleidungsstück verarbeitet worden ist?           – mit wisenschaftlichem und zoologischem Namen
2. welche Herkunft hat das Fell?
3. wie ist mensch an das Fell gekommen: Jagd, Art der Zucht und Haltung?

Die Schweiz wird häufig als Referenz genannt. Dort ist nämlich genau diese Kennzeichnung 2012 beschlossen worden und sie wird seit März 2013 umgesetzt.

Derzeit ist es so: es gibt nur eine völlig unzureichende Kennzeichnungspflicht für Kleidungsstücke, in denen Pelze verarbeitet worden sind. Die Einfuhr von Haustierfellen ist seit 01.01.2009 verboten. Deswegen werden Pelzprodukte in die Kleidungsstücke eingearbeitet. Da ist es für Kontrolleure (Grenzer) schwer und zum Teil unmöglich allein dem Augenschein nach oder mit Tastkontrollen die Art eines Pelzes zu bestimmen.  Selbst die Unterscheidung von echt und synthetisch ist oft nicht möglich. Genuntersuchungen könnten helfen, überfordert aber die bestehenden Strukturen (Kosten). Da die pelz- oder pelzartigen (künstlichen) Kleidungsstücke meistens mit Fantasienahmen bezeichnet sind, kann man davon ausgehen, dass immer noch sehr viele Hunde und Katzen ermordet werden. Gängige Fantasienamen sind z.B. für Katzenfelle: „Genotte“, „Bergkatze“,„Maopee“, oder „Gayangi“; bei Hunden sind das Namen wie: „Asiatischer Wolf“, „Loup d`Asie“ oder „Dogue de Chine“. Besonders dreist wird das Produkt auch einfach als „100% Polyester“ gekennzeichnet in die EU eingeführt, hier in den Geschäften angeboten und gekauft.

Selbst die rechtlich verpflichtende Angabe „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“,wenn sie denn gemacht wird, ist für den Verbraucher nicht genug. Denn es bleibt völlig unklar, was für ein Tier verarbeitet wurde und wie es gehalten wurde. Sicherlich wären viele Produkte einfach nicht mehr verkäuflich, wenn genau gesagt werden würde, was für ein Tier für den Pelz gestorben ist, wie es gehalten wurde und wie es getötet worden ist. Das aber ist genau das Ziel.

In der Schweiz erhält der Verbraucher seit März 2013 klare Angaben, wie z.B. ob ein Tier mit Fallen gefangen oder ob es in Käfigen mit Gitterböden gehalten wurde, um welche Tierart es sich handelt und in welchem Land das Tier aufgezogen wurde.

Wer die Petition zeichnen möchte: Deutscher Bundestag

Weitere Informationen, wie auch ein Video zur „Pelzgewinnung in China“: peta.de

Wahlprüfsteine 2013 der Parteien zur Tierschutzpolitik: „Vier Pfoten“

 


Ein Gedanke zu “Petition: Verbraucherschutz – Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten

  1. Es ist so unfassbar wichtig für die Verbraucher zu wissen, ob es Pelz, also echts Tier ist. Ich habe ausversehen eine Jacke mit Pelzkragen gekauft. Unverzeilich. Aber auch, dass keinerlei Hinweis auf der Jacke zu finden ist!!!! Es muss sich ändern!!

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