Petitions-Übergabe „Für ein Wildtierverbot im Zirkus“

 

VIER PFOTEN fordert den Bundeslandwirtschaftsminister zum Handeln auf

Be Vegan! Die Petition wird vor dem Ministerium an den Ministerialdirektor übergeben.

VIER PFOTEN Petitions-Übergabe an Ministerialdirektor Bernhard Kühnle vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Fotocredit: (c) Christopher Koch

Berlin/Hamburg – Heute Vormittag hat die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN knapp 100.000 Unter-schriften für ein Wildtierverbot im Zirkus an Ministerialdirektor Bernhard Kühnle vom Bundes-ministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin über-geben. Mit einer medienwirk-samen Aktion und sechs lebens-großen Aufstellern im Look der Zirkus Kampagne, haben die VIER PFOTEN Mitarbeiter vor dem Ministeriumsgebäude auf die tierschutzwidrigen Haltungs-bedingungen von Wildtieren in Zirkussen aufmerksam gemacht.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin VIER PFOTEN:

„Wildtiere leiden in Zirkussen unter dem extremen Bewegungsmangel, den ständigen Ortswechseln und den langen Transportzeiten und Dressuren. Diese Tiere werden nie domestiziert sein und können unter Zirkusbedingungen nicht artgerecht gehalten werden. Nur ein bundesweites Zirkus-Wildtierverbot kann das Leid der Wildtiere endlich beenden.“

VIER PFOTEN fordert den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, auf, mit vielen europäischen Ländern gleichzuziehen und ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse auf den Weg zu bringen.

Ministerialdirektor Bernhard Kühnle, der die Petition für Bundesminister Christian Schmidt entgegennahm:

„In der Tat stellen die Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben und die Sicherstellung des Tierschutzes aufgrund der häufigen Ortswechsel und damit verbundener Transporte eine besondere Herausforderung dar. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat in den vergangenen Jahren verschiedene Initiativen ergriffen, die darauf gerichtet sind, den Schutz der Tiere in Zirkusbetrieben zu verbessern. Gemeinsam mit den Verantwortlichen und den Bundesländern möchte Bundesminister Schmidt erreichen, dass sich die Situation der Tiere, auch in den Zirkusbetrieben, weiter verbessert.“

Bisher hatte die Bundesregierung ein Wildtierverbot in Zirkussen immer blockiert. Die mittlerweile dritte Bundesratsinitiative , die im März 2016 von den Ländern beschlossen wurde, wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium bisher nicht angefasst. In 19 EU-Ländern gilt längst ein, zumindest eingeschränktes, Wildtierverbot in Zirkussen. Viele deutsche Städte und Gemeinden, darunter auch einige Landeshauptstädte, haben bereits vollständige oder teilweise kommunale Verbote für Wildtierzirkusse beschlossen.

Mit der Übergabe der Unterschriften an das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft endet die von VIER PFOTEN vor zwei Jahren gestartete, erfolgreiche Kampagne „Brüllen für ein Wildtierverbot im Zirkus“.

Neben den knapp 100.000 Unterstützern, die die Petition unterschrieben haben, bekam die Kampagne immer wieder Anschub durch prominente Unterstützung: die GZSZ-Stars Anne Menden und Nina Bott, Schauspieler Andreas Hoppe (u.a. bekannt aus dem ARD Tatort), Boxweltmeisterin Regina Halmich, Moderator Daniel Aminati, die Tierfiguren von Kinderbuchautor Janosch sowie die Hörspiel-Stars Hanni und Nanni unterstützen die Forderung.

Parallel zur Kampagnenarbeit kümmert sich die international tätige Stiftung auch um Einzelschicksale: Gerettete Zirkusbären finden in den VIER PFOTEN Bärenschutzzentren in Deutschland, Bulgarien, dem Kosovo, Österreich und der Ukraine ein neues Zuhause; ehemaligen Zirkuslöwen und -tigern schenkt VIER PFOTEN in der rheinland-pfälzischen VIER PFOTEN Großkatzenstation in TierArt, sowie im südafrikanischen LIONSROCK einen tiergerechten Lebensabend.

Bitte unterschreiben Sie die Petition auf der Kampagnenseite von VIER PFOTEN.

 

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN

 

 


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