Provokative Tierschutz-Straßenaktion // Fiktive Spendensammlung für Tierversuchslabor

Be vegan!

„Marie-Plenk-Institut“? Fiktive Spenden-Sammel-Aktion.                                                                                                                        Fotocredit: (c) www.agstg.ch

Unter dem Motto «Ihre Spende rettet Leben» warben heute Mitarbeiter des «Marie-Plenk-Instituts» am Claraplatz in Basel um Patenschaften für die Tiere im Versuchslabor. Mit der Patenschaft für einen Hund, eine Katze oder einen Hasen soll das Leben dieser Tiere im Labor verbessert werden. Doch zu einem Abschluss einer Patenschaft sollte es nie kommen.

Denn der heutige Infostand des fiktiven «Marie-Plenk-Instituts» war eine provokative Strassenaktion der AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner), um damit auf das Leid der Tiere im Labor aufmerksam zu machen.

Auf dem Claraplatz in Basel gaben sich heute Aktivisten der AG STG als Mitarbeiter des fiktiven «Marie-Plenk-Instituts» aus, um «Patenschaftsgelder für die Tiere im Labor zu sammeln». Den Passanten wurde eine Auswahl an Tieren mit deren Lebensläufen gezeigt, damit sie sich ein Patentier aussuchen konnten. Viele Passanten waren über die Inhalte der Lebensläufe schockiert und bestürzt, denn dort waren nicht die physiologischen Merkmale der Tiere aufgelistet, sondern die Art der Versuche, welche die Tiere bereits über sich ergehen lassen «mussten». Am Ende des Gesprächs wurden die Passanten darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um eine provokative Strassenaktion der Tierversuchsgegner handelt. Die AG STG zeigte den Passanten damit auf, wie qualvoll das Leben eines so genannten Versuchstiers ist.

Katzen und Hunde sind beliebte Labortiere

Die Katze ist das beliebteste Haustier der Schweizer. Danach folgt der Hund in der Hitliste der beliebtesten Haustiere. Doch auch diese Tiere werden häufig für Versuche im Labor verwendet und müssen dabei ein grausames Leben fern von Kuscheln und Spielen erleiden. Sie kennen den Menschen nicht als liebenden Freund, sondern nur als gefühlskalten Labormitarbeiter.

«Ich habe mich für diese Aktion bewusst auf die «Kuscheltiere» Katzen und Hunde konzentriert», sagt Valentina Rossel, Mediensprecherin der AG STG, und kritisiert: «Die Menschen lieben ihre Haustiere und würden nie wollen, dass ihrem geliebten Haustier Schaden zugefügt wird. Zugleich unterstützen sie aber – teils unbewusst – mit ihrem Kauf Produkte, für die genau dieselben Tierarten in Tierversuchen unsägliche Qualen erleiden mussten und müssen.»

Viele tierleidfreie Produkte auf dem Markt

Es gibt heutzutage eine breite Palette von Produkten und Herstellern, welche gänzlich auf Tierversuche verzichten. Den Passanten wurde an der heutigen Aktion eine Karte mit tierversuchsfreien Firmen mitgegeben, damit sie auf tierleidfreie Kosmetik- und Haushaltsprodukte umsteigen können. Die heutige, an Tieren orientierte Forschung ist nicht nur tödlich für die Tiere, sondern auch höchst gefährlich und teilweise sogar tödlich für uns Menschen. Jedes Jahr sterben laut EU-Kommission 200 000 Menschen in Europa an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Dies, obwohl all diese Medikamente ausführlich an Tieren getestet worden sind.

Tierversuche sind auch gefährlich für den Menschen

Aber nicht nur die unvorhergesehenen und schweren Nebenwirkungen von Medikamenten sind eine fatale Konsequenz der Forschung mit Tieren. Auch die jährlich unzähligen Todesfälle durch Krebs, Herzerkrankungen etc. müssen in unbekannter Höhe teilweise auf das Festhalten an Tierversuchen zurückgeführt werden. Denn wenn ein Wirkstoff im Tierversuch als gefährlich oder unwirksam gilt, wird mit ihm nicht mehr weiter getestet. Dabei gibt es massenhaft Beispiele von Wirkstoffen, wie etwa Penicillin und Insulin, welche für uns Menschen extrem wichtig sind, für Tiere jedoch tödlich. Somit ist die Vermutung zulässig, dass ohne Tierversuche der Wirkstoff für die Heilung von Krebs vielleicht schon entdeckt worden wäre.
Um die Sicherheit aller Lebewesen zu erhöhen, fordert die AG STG die Abschaffung aller Tierversuche, um damit den Weg für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden frei zu machen.

 

 

 

Quelle: AGSTG


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