Vegetarisches Essen verweigert und nun dafür verurteilt

Go vegan!

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat Rumänien/Bukarest  verur-teilt. „Bukarest“ muss die Rechte von Gefängnisinsassen in glaubens-relevanten Ernährungsfragen besser respektieren. In einem aktuellen Fall hatte Ghennadii Vartic auf die Versorgung mit vegetarischem Essen geklagt.
Ghennadii Vartic ist ein 40 Jahre alter Moldawier, der in Rumänien eine Strafe von 25 Jahren absitzt. Er war im Gefängnis zum Buddhismus konvertiert und hatte daraufhin vegetarisches Essen verlangt. Das wurde ihm verweigert. Über einen kurzen Zeitraum konnte ihn seine Familie mit den nötigen, mit seinem buddhistischen Glauben konformen, Lebensmitteln versorgen. Das wurde irgendwann von den Behörden untersagt. Vartic war von Mangelernährung bedroht und klagte. „Bukarest“ muss ihm nun 3.000,- Euro Schadensersatz zahlen und 200,- Euro als Kostenerstattung und für die Störung des religiösen Friedens.
„Bukarest“ sagt dazu, dass immer mehr atheistische Gefängnis-Insassen zu einem Glauben konvertieren würden und eine dem gemäße Ernährung einfordern würden. Es besteht der Verdacht, dass das auschließlich deshalb gemacht würde, um so an besseres Essen zu gelangen. Ob das in dem Fall von Vartic zutrifft, konnte nicht festgestellt werden. „Bukarest“ hat jetzt drei Monate Zeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen.

Original-Artikel in englischer Sprache


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