Schaufenster von Breuninger in Erfurt mit plaktativer Wahrheit beklebt

 

Bundesweite Anti-Pelz-Aktionen gegen das Kaufhaus

Be vegan!

So gestalteten Tierrechtler die Schaufenster des Breuninger KAufhauses in Erfurt.                                                                                                                                                  Fotocredit: (c) Deutsches Tierschutzbüro

Berlin/Erfurt. Vor acht Wochen hat das Deutsche Tierschutzbüro eine Kampagne mit dem Titel „Breuninger – Leid und Tod im Angebot“ gestartet. „Das Ziel der Kampagne ist klar, wir möchten, dass Breuninger pelzfrei wird“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. Dabei ist Breuninger eines der letzten deutschen Kaufhäuser, die überhaupt noch Echtpelz im Sortiment führen.

Seit dem 17.11.2017 demonstrieren die Tierrechtler fast täglich vor Filialen des Traditionshauses. Dabei machen sie vor allem mit kreativen und provokanten Aktionen auf sich aufmerksam. Neben einem Plakat-Wagen, der das Kampagnen-Motiv auf 2,5 mal 4 Meter zeigt, werden symbolisch die Eingänge des Warenhauses als Tatort abgesperrt. Auch Trillerpfeifen, Kostüme, toter Tiere, Flyer und Lautsprecher kommen zum Einsatz, um über das Leid der Pelztiere zu informieren. „Viele Kunden zeigten sich empört darüber, dass Breuninger noch immer Echtpelz im Sortiment führt“, so Peifer.
Mittlerweile haben sich unzählige Menschen an den offiziellen Demonstrationen beteiligt und führen zum Teil auch eigene Protest-Aktionen in ganz Deutschland durch. „Grundsätzlich begrüßen wir jegliche Protest-Aktion gegen Breuninger, allerdings nur, solange sich diese an Recht und Gesetz halten“, kommentiert Peifer.

Pelzsortiment aus dem Ausland

Recherchen des Deutschen Tierschutzbüros haben ergeben, dass fast das gesamte Pelzsortiment aus dem Ausland stammt. So haben die Aktivisten Pelze aus China und Finnland gefunden. Gerade diese beiden Länder sind bekannt dafür, so genannte Pelztiere wie Füchse und Marderhunde besonders tierschutzwidrig zu halten. „In engen Käfigen leiden die Tiere, nach wenigen Monaten ihres Lebens werden sie dann brutal getötet, um ihnen das Fell abzuziehen. Moralisch und ethisch ist Pelz nicht vertretbar“, beklagt Peifer.

Fotos aus Pelzfarmen

Vor einigen Tagen zeigte ein Teil des Schaufensters der Erfurter Breuninger-Filiale Fotos aus Pelzfarmen. Auf den Bildern steht der Spruch „Pelz ist Mord“ und „Breuninger, werde pelzfrei“. Mit der Aktion sollten vor allem die Kunden des Kaufhauses erreicht werden. Ihnen sollte aufgezeigt werden, unter welch grausamen Bedingungen Pelztiere gehalten werden und letztlich ihr Leben lassen. „Breuninger geht es nur um den Profit, Tiere sind dem Unternehmen schlicht egal“, kritisiert Peifer, der selbst schon viele Pelzfarmen gesehen hat.

Die Aktivisten vom Deutschen Tierschutzbüro kündigen für die nächsten Tage Protest-Aktionen in Leipzig vor der Breuninger-Filiale an. Bereits heute wird zwischen 13 und 19 Uhr sowie morgen zwischen 11 und 17 Uhr ein Tatort vor dem Eingang des Kaufhauses aufgebaut. Dabei soll auf die Millionen Opfer der Pelzindustrie hingewiesen werden. „Wir werden so lange demonstrieren, bis Breuninger pelzfrei ist“, kündigt Peifer an, der abschließend zum bundesweiten Boykott von Breuninger aufruft.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Deutsches Tierschutzbüro