Scheinheilige Veranstaltung – MENSCHEN FÜR TIERRECHTE üben Kritik an Hubertusmesse in Waghäusel

Be vegan!

JägerInnnen suchen den kirchlichen Segen für ihr Töten.                                                                                                                                                                                                                                   Fotocredit: (c) v-p

Kirchlicher Segen für das Töten von Tieren: am kommenden Sonntag, 18. Oktober, findet in der katholischen Pfarrkirche St. Jodokus in Waghäusel-Wiesental (Landkreis Karlsruhe) eine Hubertusmesse mit dem Jagdhornbläserkreis Hubertus Heidelberg statt, bei der der Pfarrer auf die Bedeutung des Heiligen Hubertus eingehen wird. 

Im Anschluss wird ein „Wild-Essen“ angeboten. Der Verein MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg hat den Pfarrer angeschrieben und ihn darum gebeten, künftig keine Hubertusmessen mehr zu veranstalten.

„Die Motive der Jäger sind eher scheinheilig als heilig“, so Dr. Tanja Breining, Zoologin des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg. Laut der Hubertuslegende gibt es keinen Grund, Jäger zu segnen. Der Heilige Hubertus legte nämlich Pfeil und Bogen nieder als ihm bei der Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz erschienen ist und gab die Jagd für immer auf. Folglich war er der Schutzpatron der Tiere und nicht der Schutzpatron der Jäger.

Jagen ist unzeitgemäß

„Auch die Kirche muss wissenschaftliche Erkenntnisse anerkennen, denen zufolge der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern ein „Zufallsprodukt“ der Evolution“, so die Biologin. „Folglich sind Tiere auch kein Freiwild für Jäger, sondern haben dasselbe Recht auf Leben und Unversehrtheit wie wir.“

Es gibt keinen vernünftigen Grund für die Jagd. Menschen müssen heutzutage nicht mehr durch die Wälder streifen und Tiere erschießen, um zu überleben. Auch für die Regulierung der Wildtierbestände ist die Jagd keine geeignete Methode. Im Gegenteil erhöht ein hoher Jagddruck bei manchen Tierarten sogar die Fortpflanzungsrate. Wildtierpopulationen regulieren sich durch natürliche Selektion selbst, wie der Evolutionsbiologe Charles Darwin bereits 1859 erkannte.

Die wahren Motive der Hobbyjäger schreibt der Verein dem Machtbedürfnis der Jäger zu (Entscheidung über Leben und Tod) und der Trophäenjagd. Rehe, Wildschweine und andere Waldtiere werden stundenlang erbarmungslos durch die Wälder gehetzt und oftmals nur angeschossen. Dabei empfinden sie Todesangst und Schmerzen. Daher fordert der Verein, dass künftig nur die Jäger gesegnet werden, die ihre Waffe für immer niederlegen.

 

 

 

Quelle: Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.