„Schweine“ stiegen Bauernverband aufs Dach – Erfolgreiche Dachbesetzung durch Tierschutz- Aktivisten mit „neuen Bauernregeln“

 

Be vegan!

Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros demonstrieren auf dem Vordach des Bauernverbandes.                                                                                                                                                                                                                                   Quelle: Deutsches Tierschutzbüro e.V./Michael Körner

Berlin. Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros haben gestern das Vordach des Bauernverbands besetzt, um dort auf die unhaltbaren Zustände in der industriellen Nutztierhaltung hinzuweisen. Dabei haben sie ein Banner entrollt, das der ursprünglich vom Bundesumweltministerium gestarteten Kampagne „Neue Bauernregeln“ entlehnt ist. In Berlin sind diese bereits in Form von Plakaten in der Leipziger Straße, am Alexanderplatz und am Hauptbahnhof sichtbar.

Die unangemeldete Aktion wurde nach ca. einer Stunde durch die Polizei beendet. Den Aktivisten droht nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Durch den Rückzug der innovativen Kampagne durch das Bundesumweltministerium hat sich das Deutsche Tierschutzbüro aufgefordert gesehen, diese pfiffige Idee zu übernehmen und in abgewandelter Form aufzunehmen, um die Aufklärung der Verbraucher auf diesem Wege fortzusetzen und die Diskussion und die dringend notwendige Agrarwende weiter voranzubringen.

Lippenbekenntnisse statt echter Dialogbereitschaft

Die Dialogbereitschaft der konventionellen Bauernverbände – auch und gerade mit ihren Kritikern – besteht bisher leider nur aus Lippenbekenntnissen in ihren Hochglanzbroschüren und Marketingvideos. Der aktuelle Online-Auftritt der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) beispielsweise verspricht zwar ein Ende der Scheuklappenmentalität und Präsident Bartmer spricht sich für „produktive Selbstkritik und Selbstkorrektur“ aus. So lange die Verbände aber nur untereinander und mit Teilen der Politik diskutieren, kann ein offener Dialog mit der Gesellschaft nicht stattfinden. Sollten die genannten verbandseigenen Medien nur zur Beruhigung der Verbraucher und des eigenen Gewissens dienen, so ist ihr Zweck verfehlt. Die Weichen für ein neues Bewusstsein auf Nachhaltigkeit und Tierschutz muss in letzter Konsequenz der Gesetzgeber stellen, insbesondere dann, wenn die Verbände sich eben nicht bewegen.

Das Deutsches Tierschutzbüro wir die adaptierte Kampagne „Neue Bauernregeln“ nun bundesweit fortsetzen. Ab kommender Woche werden in München, Düsseldorf und Hamburg Plakate an markanten Punkten hängen. Zudem sind weitere Aktionen geplant.

 

 

 

 

 

Quelle: Deutsches Tierschutzbüro

 

 


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