Schweinehaltung: extreme Grausamkeit aufgedeckt!

 

Be vegan!

Eingegriffen: mit dem Brennstab abgetrennte Schwänze landen auf dem Boden.                                                                                                                                                                                                                              Fotocredit: (c) vgt.at

VGT erstattete Anzeige bei BH sowie Staatsanwaltschaft wegen verschiedenen Vergehen gegen das Gesetz. Allgemein werden die kleinen Ferkel so roh wie nur möglich behandelt. Erst kürzlich sorgte der VGT bei einem Stall nahe St. Pölten für Aufsehen: Schweine wurden dort in 24-stündiger Dunkelheit gehalten, mehr als 20 Tierschutz-AktivistInnen forderten vor Ort erfolgreich ein Ende der Dunkelhaft und das Öffnen der verbarrikadierten Fenster.

Neue Videoaufnahmen aus einem anderen Bereich des gleichen Betriebes zeigen das Schwanz-Abschneiden sowie das illegale und brutale Kastrieren der kleinen Ferkel! Die dem VGT zur Verfügung gestellten Videos machen fassungslos: zu sehen ist ein Bauer und eine Bäuerin, die die kleinen Ferkel an den Hinterbeinen schnappen und in Kisten werfen. Es folgt die Verabreichung diverser Spritzen sowie das schmerzhafte Durchstechen der Ohren mit den Erkennungsmarken. Danach werden allen Ferkeln die Schwänze abgetrennt, und zwar mittels Brennstab.

Video: Gewalt gegen Ferkel

Das Gesetz fordert, dass diese Maßnahme zur Vermeidung weiterer Verletzungen notwendig sein muss. Ein Kupieren darf in Österreich eigentlich nicht routinemäßig durchgeführt werden, trotzdem ist es Standard in der österreichischen Schweine-Industrie. Außerdem darf höchstens die Hälfte des Schwanzes entfernt werden. Die Ferkel werden verstümmelt, um die negativen Folgen der fürchterlichen Haltungsbedingungen zu reduzieren. Dem Anknabbern der Schwänze als Verhaltensstörung aufgrund von Beschäftigungsdefizit sowie einseitiger Fütterung soll somit entgegengewirkt werden. Geplante Tierquälerei für billiges Fleisch!

Illegal kurz!

In diesem Betrieb in der Gemeinde Böheimkirchen werden die Schwänze aber routinemäßig zu kurz abgeschnitten. Aufnahmen zeigen sogar durchtrennte Knorpel. Ein routinemäßiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz! Trotz dieser grausamen vorbeugender Maßnahme gibt es im Mastbereich zahlreiche Schweine mit blutig gebissenen Schwänzen!

Schmerzhafte Kastration!

Die aktuellen Videoaufnahmen zeigen außerdem: die männlichen Tiere werden geschnappt und kopfüber von den im Stall sitzenden Bauern zwischen den Beinen eingeklemmt. Mittels Skalpell wird der Hodensack aufgeschnitten und die Hoden herausgequetscht – ohne Narkose! Laut Tierschutzgesetz ist diese Vorgangsweise völlig unverständlicherweise sogar legal! Aber was folgt verstößt eindeutig gegen das Tierschutzgesetz! David Richter vom VGT: Nachdem der Hodensack aufgeschnitten wurde wird an den Hoden so lange gezogen, bis der Samenleiter abreißt. Eine Vorgangsweise, die vor 30 Jahren noch völlig üblich war, seit langem aber explizit verboten ist! Der Nervenstrang wird zerfranst, zerschlissen, die Schmerzen sind sehr stark und lange andauernd!

Zitat Gesetz: Die Kastration muss mit einer anderen Methode als dem Herausreißen von Gewebe erfolgen.

Gegen die handelnden Personen in diesem niederösterreichischem Betrieb wurde Anzeige wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft Sankt Pölten Land erstattet. Die Frage stellt sich, ob niemand von den zahlreichen Gesetzesverstößen in diesem Betrieb gewusst hat. Offensichtlich gibt es zu wenige amtliche Kontrollen und die Betreuungstierärzte, die laut Zeugen alle zwei Wochen im Betrieb sind, haben offensichtlich hier zumindest nicht eingegriffen.

Aufnahmen illegal entstanden

Tierleid ist in österreichischen Schweinehaltungsbetrieben die Regel und nicht die Ausnahme. Das zeigen die zahlreichen Foto- und Videoaufnahmen, die von Tierschutzvereinen regelmäßig veröffentlicht werden. Mit Erlaubnis der Bauern und Bäuerinnen entstandenes Bildmaterial zeigt meist ein verfälschtes Bild der tatsächlichen Zustände. Heimlich aufgenommene Aufnahmen dokumentieren im Gegensatz dazu die schockierende Wahrheit. Der VGT nutzt die zur Verfügung gestellten Aufnahmen, um die KonsumentInnen ehrlich und vollständig zu informieren.

Kulturschande Schweinehaltung

Wer den Lockrufen der Billig-Angebote im Supermärkten und Diskontern folgt, finanziert diese Tierquälerei! Wir fordern aber auch die Händler und die Politik auf, Verantwortung zu übernehmen, damit diese Kulturschande Schweinehaltung eines Tages Geschichte ist! sagt David Richter vom VGT.

 

 

 

 

 

 

Quelle: vgt.at

 

 


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