Schweizer Fernsehen muss Werbespot des „Vereins gegen Tierfabriken“ zeigen

veggy_spot-bild_Fernsehen

Die regelmäßige Berichterstattung in den Medien in Folge von Rechtsstreitigkeiten nutzen dem „VgT“ bei der Werbung für die eigene Sache.

Das Schweizer Fernsehen ist vom Schweizer Bundesgericht dazu verurteilt worden, einen Werbespot vom „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) zu zeigen.

 

Das Schweizer Fernsehen hatte sich bisher geweigert, den Spot zu zeigen, unter anderem mit dem Argument, dass es in dem Spot auch selbst Zielscheibe der Kritik sei. Das Bundesgericht gab damit dem Kläger, das ist der Gründer des „Vereins gegen Tierfabriken“, Erwin Kessler, Recht.

In der Begründung bezieht sich das Gericht auf den „Schutzbereich der Meinungsäusserungsfreiheit“ und auf die Verpflichtung des Senders zur „neutralen und sachlichen Haltung“. Das gelte auch, wenn der Sender dabei Kritik gegen sich selber zulassen müsse, heißt es weiter.

Der Spot selber sei nicht widerrechtlich und die alleinige Befürchtung eines Imagesschadens reiche nicht aus, die Ausstrahlung des Spots abzulehnen. Das ist die Haltung des Bundesgerichts, das letztlich damit auch die verfassungsmäßigen Rechte des VGT verletzt sieht.

siehe auch Artikel im Tagesanzeiger vom 02.12.2013 unter www.tagesanzeiger.ch


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.